Neue Anstrengungen bei der frühkindlichen Bildung

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste hat vorgeschlagen, Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund durch neue Anstrengungen bei der frühkindlichen Bildung besser zu fördern. Dazu sollen das Schul- und Sozialreferat ein Konzept erarbeiten und auch überprüfen, ob die Satzungen der Einrichtungen hinsichtlich der Aufnahmekriterien (Grundsätze der Platzvergabe) zu überarbeiten sind.

Stadtrat Florian Roth verwies auf den Münchner Bildungsbericht, der für diese Kinder einen weit unterproportionalen Anteil in frühkindlichen Bildungseinrichtungen festgestellt hat: Nach Umfragen stammt die große Mehrheit der Kinder in Krippen aus Akademikerfamilien (81,3 % der Mütter haben Abitur bzw. Fachabitur), während Kinder mit Migrationshintergrund stark unterrepräsentiert sind.

Florian Roth: „60% der Kinder mit Migrationshintergrund sind beim Einschulungsverfahren noch nicht schulreif und haben gerade bei der deutschen Sprache große Defizite. Gerade sie benötigen eine kompensatorische Förderung, um ihnen einen Zugang zur Bildung zu eröffnen. Dies ist ein entscheidendes Kriterium für ihre Zukunftschancen, das – wie auch die neueste Pfeiffer-Studie eindrücklich zeigt – in München verbessert werden muss, um die Folgen mangelnder Integration abzuwehren.
Bisher ist aber ein Förderbedarf insbesondere im Sinne der kompensatorischen Bildung nicht einmal als nachrangiges Kriterium bei der Aufnahme in den Satzungen der Kindertagesstätten und Krippen verankert. Es ist daher dringend nötig, zu überlegen, wie der Zugang für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu den Einrichtungen verbessert werden kann.“

Print Friendly

Nach oben scrollen