Neupflanzung und Erweiterung von Hecken auf öffentlichen Grünflächen mit dem Ziel, Insekten und Vögeln wie dem Haussperling möglichst viele geeignete Lebensräume anzubieten

Antrag

Das Baureferat-Gartenbau, die städtischen landwirtschaftlichen Güter und die städtischen Forsten pflanzen verstärkt blühende Hecken bzw. erweitern bestehende Heckenstrukturen entlang von Grünanlagen, landwirtschaftlichen Wirtschaftsflächen und an den Waldrändern der städtischen Forsten mit dem Ziel Bienen, Hummeln und anderen Insekten sowie heimischen Vogelarten einen natürlichen Lebensraum zu bieten und ein vergrößertes Nahrungsangebot zu schaffen.

Begründung:
Laut einer Studie aus dem Jahr 2017 ist der Bestand von Insekten in Deutschland in den letzten 30 Jahren um mehr als 70 % zurückgegangen, und die Hälfte aller Wildbienenarten ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Die Versiegelung von immer mehr Grünflächen und der Einsatz von Pestiziden haben im besonderen Maße dazu beigetragen. Aber auch der schwindende natürliche Lebensraum in ländlichen und urbanen Gebieten fördert den Rückgang heimischer Insektenarten. Auch der Haussperling und andere Vogelarten finden im innerstädtischen Bereich kaum noch geeigneten Brut- und Lebensraum und werden zunehmend aus der Stadt verdrängt.
Die Schaffung von neuem insektenfreundlichem Lebensraum kann diesem Negativtrend entgegenwirken. Gerade in Hecken finden Insekten und Vögel für sie wichtige Strukturen wieder. Neben einem reichhaltigen Nahrungsangebot durch Sträucher und Büsche, biete sie Schutz vor der Witterung und Nistmöglichkeiten. Auch der heimische Spatz ist in Hecken beheimatet. Er findet hier optimale Voraussetzungen um in einer Gruppe aus mehreren Tieren zu leben und seine Jungtiere aufzuziehen.
Das Ökologische Konzept der LH München ist generell positiv zu bewerten. Die Schaffung von Ausgleichsflächen und die ökologische, nachhaltige Bewirtschaftung der städtischen Güter und Forsten ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Artenvielfalt in der Stadt. Jedoch ist durch konkrete Maßnahmen auf aktuelle Ereignisse und Erkenntnisse einzugehen, um so dem dramatischen Artenschwund der letzten Jahre und Jahrzehnte entgegenzuwirken. Folglich sollte auch die vermehrte Pflanzung natürlicher Hecken in das ökologische Konzept der Landeshauptstadt aufgenommen werden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Herbert Danner
Katrin Habenschaden
Sabine Krieger
Sabine Nallinger
Anna Hanusch

Mitglieder des Stadtrates

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