Nicht nur Katzen brauchen Tierschutz.Was tut die Stadt für artgerechte Haltung der Tiere in der Fleischproduktion?

P R E S S E M I T T E I L U N G

Immer wieder liest oder hört man von den grausamen Lebensbedingungen in der Massentierhaltung: Rinder stehen in beengten Ställen und werden ohne Betäubung kastriert und enthornt. Schweine leben eingepfercht in kleinen Boxen auf Spaltenböden und können wegen der degenerativen Züchtung (möglichst große Schinken) oft kaum noch laufen. Auch viele Hühner sind sogenannte Qualzüchtungen mit riesigen Brüsten, oft können sie schon nach wenigen Tagen nicht mehr stehen. Zusammengepfercht in riesigen Produktionshallen mit bis zu 39.000 Exemplaren erreichen sie ihr vorprogrammiertes Lebensalter von 4 – 5 Wochen nur durch den systematischen Einsatz von Antibiotika und Beruhigungsmitteln.
Stadträtin Sabine Krieger hat das Thema jetzt in einer Anfrage aufgegriffen und erkundigt sich danach, ob die Stadt in ihrem Einflussbereich darauf achtet, dass auch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung angeboten wird. Sie will wissen, ob die Kantinen der Stadt und der städtischen Gesellschaften Fleisch aus möglichst zertifizierter Haltung anbieten und wie hoch der Anteil ist. Auch das Fleischangebot bei städtischen Empfängen und Festen wie der Christkindlmarkt oder Oktoberfest ist Teil des Fragenkatalogs.
Sabine Krieger: „Wir dürfen uns nicht mit der Grausamkeit der industriellen Massentierhaltung abfinden. Auch die Stadt sollte in ihrem Einflussbereich darauf hinwirken, dass Fleisch aus artgerechter Tierhaltung angeboten wird. Erst vor wenigen Tagen hat der Münchner Stadtrat beschlossen, die Förderung des Katzenhauses im Tierheim Riem von 500.000 € auf 750.000 € zu erhöhen. Es sollte ihm auch ein Anliegen sein, durch den Kauf und die Verwendung von Fleisch aus artgerechter Haltung auf bessere Lebensbedingungen der Tiere in der Fleischproduktion hinzuwirken.“

 

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