NS-Dokumentationszentrum: Grüne begrüßen Jury-Entscheidung

P R E S S E M I T T E I L U N G
Die Jury zur Findung eines Entwurfes für den Bau eines NS-Dokumentationszentrums auf dem Gelände des ehemaligen „Braunen Hauses“ hat getagt und eine Entscheidung getroffen, die von den Grünen begrüßt und unterstützt wird.
Siegfried Benker, Fraktionsvorsitzender und Mitglied der Jury: „Das Problem war, neben dem historischen Königsplatz und neben den wuchtigen Bauten der Nationalsozialisten, eine eigenständige und selbstbewusste Architektur zu finden. Das NS-Dokumentationszentrum darf als demokratischer Lernort nicht im Schatten der dort platzbeherrschenden NS-Bauten stehen. Der Siegerentwurf ist selbstbewusst, kopiert nicht den historischen Grundriss des ehemaligen „Braunen Hauses“, ist städtebaulich dominant und architektonisch ein gelungener Kontrapunkt zur NS-Architektur.
Überraschenderweise haben alle Entwürfe, die durch gläserne Fassaden demokratische Transparenz zum Ausdruck bringen wollten nicht überzeugt: Alles Gläserne und Filigrane konnte sich gegenüber den NS-Bauten an der Arcisstraße nicht behaupten. Aber auf keinen Fall sollten die wuchtigen NS-Bauten den demokratischen Kontrapunkt dominieren.
Nachdem es über 60 Jahre gedauert hat, bis unumkehrbare Schritte zum Bau eines NS-Dokumentationszentrums vollzogen wurden, durfte es auf keinen Fall passieren, dass sich dieses Gebäude versteckt und unauffällig darbietet. Das wird mit dem weißen Würfel an dieser Stelle nicht geschehen. Dieses Bauwerk wird ein Zeichen der selbstbewussten Aufarbeitung der Münchner Geschichte des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum.“

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