Ökologische Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen der Stadtgüter München ausweiten

Antrag

1.) Die „Stadtgüter München“ weiten die zertifizierte ökologische Bewirtschaftungsform auf sämtliche Flächen aus, die derzeit und künftig für die Lebensmittelerzeugung und die Tierhaltung genutzt werden.

2.) Lediglich die städtischen Flächen in Dietersheim und Großlappen, die aufgrund klärschlamm-belasteter Böden dafür nicht geeignet sind, und Böden, die zur Biomasseproduktion für die Biogasanlage in Karlshof genutzt werden, können künftig noch konventionell bewirtschaftet werden. Auch hier gilt aber das Minimierungsgebot beim chemischen Pflanzenschutz. Insbesondere auf die Verwendung von Neonikotinoiden sollte konsequent verzichtet werden.

Begründung:
Ende der 1980er hat die Umstellung der Stadtgüter München auf ökologischen Landbau begonnen, die LHM gehörte seinerzeit eindeutig zu den Vorreitern. Mittlerweile gehören die Stadtgüter München zu den größten Biobauern in Deutschland mit 7 ökologisch bewirtschafteten Gütern. Gleichzeitig erleben sowohl der Anbau ökologischer Nahrungsmittel als auch das Warenangebot und die Biomärkte ein dynamisches Wachstum. Deshalb ist die Zeit reif, die letzten konventionell bewirtschafteten Flächen zur Nahrungsmittel- bzw. Tierfutterproduktion auf Ökolandbau umzustellen. Dies ist nicht nur aus umweltpolitischen Gesichtspunkten erforderlich, sondern auch ökonomisch sinnvoll, denn die Jahresberichte der Stadtgüter München weisen seit Jahren aus, dass der Ökomarkt sehr stabile Erträge auf hohem Niveau einbringt, während die Preise im konventionellen Markt seit Jahren volatil sind.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Herbert Danner, Anna Hanusch, Thomas Niederbühl, Sabine Krieger, Katrin Habenschaden, Paul Bickelbacher
Mitglieder des Stadtrates

Print Friendly

Nach oben scrollen