Personalmittel für NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen

Dringlichkeitsantrag für den Sozialausschuss

vom 12. März 2015

 

Zum Betrieb des dritten Standorts der NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen in der Georg-Birk-Straße, stellt die Stadt München die nötigen Personalmittel (20h/Woche) ab 01.04.15 umgehend zur Verfügung.

 

Begründung:

 

Die NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen setzt sich seit 10 Jahren mit viel Engagement für ein gutes, tolerantes und lebendiges Miteinander ein. Die Arbeit dort ist auch deshalb so effektiv, weil die beiden hauptamtlichen MitarbeiterInnen vor Ort wohnen und dadurch eine viel nähere Anbindung an die Themen und Ereignisse in der Nachbarschaft haben.

Für den gerade in Fertigstellung befindlichen vierten Bauabschnitt am Ackermannbogen wurde per Stadtratsbeschluss eine Erweiterung des bestehenden Angebotes der quartierbezogenen Bewohnerarbeit beschlossen, v.a. um die dort neu in geförderte Wohnungen einziehenden Bewohnerinnen und Bewohner wirklich gut zu integrieren und zu unterstützen. Nun sind die Räumlichkeiten fertiggestellt und könnten ab 01.04.15 eröffnet werden. Der Bezug der ca. 45 Gewofag-Wohnungen in der Georg-Birk-Straße erfolgt seit dem 02.03., die ebenfalls dort gelegenen ca. 55 EOF-Wohnungen der GWG werden voraussichtlich im Frühsommer bezogen.

Zum Betrieb des dritten Standorts der NachbarschaftsBörse in der Georg-Birk-Straße fehlt ein Beschluss für entsprechend nötige Personalmittel (20h/Woche). Diese Erweiterung kann unter keinen Umständen noch zusätzlich über die derzeitigen Personalkapazitäten (32,5 h für zwei Standorte) bei der NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen abgedeckt werden. Selbst ohne einen weiteren Standort braucht es dort seit längerer Zeit dringend eine bessere personelle Ausstattung (wie es im Übrigen auch die Hochschule München in ihrer Wirkungsanalyse empfohlen hat). Da nicht klar ist, wann dieser Grundsatzbeschluss fallen wird, beantragen wir, für die Georg-Birk-Straße einen Einzelbeschluss herbeizuführen, da ansonsten der Betrieb dort nicht aufgenommen werden kann. Eine an diesem Standort geplante Mittagsbetreuung und ein Hausaufgabenprojekt können somit ebenfalls nicht in diesem Raum stattfinden.

Im Januar hat der Stadtrat zur Sicherung der bestehenden Angebote entschieden, alle bestehenden Nachbarschaftstreffs 2015 im IST-Stand weiter zu führen, bis eine Einigung über den Grundsatzbeschluss Nachbarschaftstreffs herbeigeführt worden ist. Da die Erweiterung der NachbarschaftsBörse um den Standort Georg-Birk-Strasse bereits vor dem Übergangsbeschluss im Januar beschlossen wurde, sollte diese nun wenigstens bis zu dem Grundsatzbeschluss die nötige halbe Personalstelle erhalten.

Derzeit rumort es vor Ort (nicht nur am Ackermannbogen!!) gewaltig, da allen Beteiligten völlig unklar ist, warum notwendige, mit der Verwaltung mühsam ausgehandelte Entscheidungen politisch derart lange aufgeschoben werden.

Die Träger brauchen Planungssicherheit, nicht zuletzt um gutes Personal zu bekommen und zu halten. Und die Menschen, die vor Ort über ihre Kapazitäten hinaus so wertvolle Arbeit leisten brauchen eine vertrauensvolle, mitmenschliche Basis, verlässliche Vereinbarungen und funktionierende Kommunikation. All das ist – wie an dem Beispiel Georg-Birk-Strasse wieder deutlich wird – derzeit nicht der Stil der GroKo.

Begründung der Dringlichkeit:

Die Dringlichkeit ist geboten, da etwa einhundert Mieterinnen und Mieter in die am Ackermannbogen fertig gestellten geförderten Wohnungen einziehen. Speziell für diese Personen war die Erweiterung der Nachbarschaftsbörse am Ackermannbogen beim ursprünglichen Beschluss gedacht. Einige sind bereits eingezogen und die restlichen folgen in diesen Tagen und Wochen. Die Räumlichkeiten sind fertig und können ab 01.04.15 bespielt werden. Die neu einziehenden Bewohnerinnen und Bewohner brauchen die Unterstützung und Hilfe des Nachbarschaftstreffs JETZT, da sie neu einziehen und ein friedliches, nachbarschaftliches Miteinander jetzt gestaltet werden sollte und nicht erst in einem halben Jahr.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Jutta Koller

Gülseren Demirel

Oswald Utz

 

Mitglieder des Stadtrates

 

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