Technische Machbarkeit des Kohleausstiegs

Anfrage

Die Diskussion um den Kohleausstieg in München dreht sich bisher hauptsächlich um ökonomische Aspekte. Es stellt sich aber auch die Frage der technischen Umsetzung beziehungsweise Machbarkeit der bisher in den Raum gestellten Forderungen.

 

Deshalb fragen wir:

1. Trifft es zu, dass das Gutachten von Stadtwerken und Ökoinstitut bei den Szenarien für einen Kohleausstieg 2020 sowie 2025 vom Bau eines neuen Heizwerks ausgeht, um die wegfallende Wärmeleistung des HKW Nord zu kompensieren?

2. Falls noch in diesem Jahr die politischen Weichen für eine schnellstmöglichste Umstellung des Fernwärmenetzes von Dampf auf Heißwasser gestellt werden:

  1. Bis wann könnten das Fernwärmenetz schnellstmöglich umgestellt sein?
  2. Was geschieht, wenn Block 2 des Heizkraftwerk Nord – wie vom Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle“ – gefordert – im Jahr 2022 abgeschaltet wird und das Fernwärmenetz nicht vollständig beziehungsweise nicht ausreichend umgestellt ist?

3. Wie sehr ließe sich der Geothermieausbau bezüglich der Bohrungen und des Anlagenbaus aus technischer Sicht beschleunigen?

  1. Ist es, wie vom Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle“ vertreten, technisch möglich, bis 2022 einen Wegfall des Block 2 des HKW Nord neben einem Hochfahren des HKW Süd nur durch einen schnelleren Geothermieausbau zu kompensieren?
  2. Was würde passieren, wenn Block 2 des HKW Nord 2022 abgeschaltet wird und Frage 3a mit Nein zu beantworten ist?

4. Stellt die Zusammenarbeit mit Umlandgemeinden eine Möglichkeit dar die Fernwärmeversorgung in München durch Geothermie zu steigern und damit die Kohleverbrennung im HKW zu reduzieren?

Die Stadtwerke werden gebeten, die schriftliche Beantwortung der Fragen im Rahmen der Energiekommission vorzustellen.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Dominik Krause
Sabine Krieger
Sabine Nallinger
Herbert Danner

Mitglieder des Stadtrates

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