Prävention psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in München

P R E S S E M I T T E I L U N G

Prävention psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in München

Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste hat beantragt, ein Konzept zur Prävention psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten. Das Konzept soll Maßnahmen darlegen, die die Defizite in der Primär- und Verhältnisprävention beheben und die vorhandenen ambulanten Strukturen in der Diagnose und Behandlung entlasten können.

Zur Begründung wiesen Fraktionsvorsitzende Lydia Dietrich und Stadtrat Dr. Florian Vogel darauf hin, dass die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in München nicht im erforderlichen Maße gewährleistet sei.

Lydia Dietrich: “ Der Berufsverband Deutscher Psychologen und Psychologinnen geht davon aus, dass 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen dringend behandlungsbedürftig sind. In Bezug auf die Landeshauptstadt München kann davon ausgegangen werden, dass hier fast 9.600 dringend behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche leben. Aktuell stehen dieser Zahl nur knapp 130 von Krankenkassen anerkannte Psychotherapeuten und nur acht kinder- und jugendpsychiatrische Praxen gegenüber. Bereits bei psychologischen Diagnosen sind stadtweit erhebliche personelle Lücken vorhanden, Gleiches gilt für die medizinische und therapeutische Behandlung. Auch hier ist die Unterversorgung gravierend, so dass es zu Engpässen in der ambulanten und zeitnahen Versorgung kommt.

Dr. Florian Vogel: „Weder Eltern noch Fachkräfte haben einen Überblick über die vorhandenen Beratungs- und Informationsangebote in München. Es fehlt ein differenzierter Überblick für die Fachwelt und eine übersichtliche Zusammenstellung von Adressen der Anlaufstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche. Auch gibt es kein unmittelbares und allgemeines Beratungsangebot für verunsicherte Eltern.“

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