Dienstag, 25. September 2018

Schöner Radeln am Flaucher

Antrag

1. Auf dem Flauchersteg wird Radeln mit geringer Geschwindigkeit erlaubt. Hierfür wird er zukünftig als „Gehweg, Radfahrer frei“ beschildert.

2. Die Thalkirchner Brücke sowie die vor und nachgelagerten Straßenabschnitte werden zur Fahrradstraße. Für eine Übergangszeit werden die derzeitigen Geh- und Radwege als „Gehweg, Radfahrer frei“ beschildert.

 

Begründung

Zu 1: Auf dem Flauchersteg tummeln sich an den Wochenenden bei schönem Wetter zahlreiche Münchnerinnen und Münchner zu Fuß und mit dem Rad. Bezüglich des Vorankommens mit dem Rad macht es kaum einen Unterschied ob jemand das Rad schiebt oder mit dem Rad fährt. Allerdings ist der Flauchersteg werktags eine attraktive Strecke für den Weg zur Arbeit und zum Einkaufen mit dem Rad. An diesen Tagen ist es völlig unverständlich warum die Radler über den menschenleeren Steg ihr Fahrrad schieben sollen oder – wie so oft – aufgrund nicht nachvollziehbarer Regelungen – die Regeln übertreten und dort radeln. Die Argumentation, dass die Radfahrerinnen und Radfahrer vorsichtiger sind, wenn es verboten ist, führt dazu das sie beständig einüben Regeln zu übertreten. Das kann nicht das Ziel einer konsistenten Radverkehrsförderung sein. Eine Beschilderung als „Gehweg, Radfahrer frei“ trifft eher die 300 Tage im Jahr, wann auf dem Steg problemlos geradelt werden kann. Das Schild beinhaltet auch, dass der Radverkehr sich an die Geschwindigkeit der Fußgängerinnen und Fußgänger anzupassen hat. Allzu hohe Geschwindigkeiten sind aufgrund des Bohlenbelags für den Radverkehr sowieso eher unkomfortabel.

Zu 2: An schönen Wochenendtagen mit schönem Wetter queren zahlreiche Münchnerinnen und Münchner die Thalkirchner Brücke zu Fuß und mit dem Rad. Dafür sind die mit Metallnägeln voneinander getrennten Geh- und Radwege auf der Brücke zu schmal. Die Radwege sind zwar nicht benutzungspflichtig aber angesichts des hohen Kfz-Verkehrsmenge trauen sich viele Radfahrerinnen und Radfahrer nicht auf die Fahrbahn. Eine Ausweisung zur Fahrradstraße würde sowohl dem Radverkehr und dem Kfz-Verkehr signalisieren, dass Radverkehr auf der Fahrbahn gestattet ist, ja sogar erwünscht ist.

Für unsichere Radfahrerinnen und Radfahrer sollte es für eine Übergangszeiten noch möglich sein, den dann um den Radweg verbreiterten Gehweg zu nutzen (Beschilderung Gehweg, Radfahrer frei). Für den Kfz-Verkehr entstehen dadurch keine Nachteile, weil schon jetzt Tempo 30 gilt.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Paul Bickelbacher
Sabine Nallinger
Herbert Danner
Mitglieder des Stadtrates

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