Das Schulfrühstück muss erhalten werden!

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Grünen – Rosa Liste üben heftige Kritik an der faktischen Abschaffung des kostenlosen Schul-Frühstücks durch das Referat für Bildung und Sport. Wie Münchner Merkur und tz heute berichteten, kann die Mahlzeit für bedürftige Kinder wegen bereits im letzten Herbst erlassener neuer Hygienevorschriften nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Ehrenamtliche, so die Begründung des Referats, dürften wegen hygiene- und haftungsrechtlicher Fragen die Schulküchen nicht mehr benutzen.
Die Grünen – Rosa Liste reagierten heute mit einem Antrag zur dringlichen Behandlung, in dem sie die Einberufung eines Runden Tisches mit allen beteiligten Akteuren vorschlagen und das Referat zu schnellen und unkomplizierten Lösungen auffordern.
Stadträtin Sabine Krieger warf dem Bildungsreferat vor, zweifellos wichtige Hygienevorschriften rein legalistisch und ohne Augenmaß und ohne die nötige Dialogbereitschaft zu vollziehen: „Wie kann es sein, dass eine so hervorragende und für viele bedürftige Kinder wichtige Einrichtung wie das Schulfrühstück vom zuständigen Referat mit einem Federstrich abgeschafft wird? Wenn es Probleme mit dem Hygienerecht gibt, hat das Referat die Aufgabe, mit den Betroffenen Lösungen zu suchen anstatt sie derart vor den Kopf zu stoßen und den Kindern das Frühstück wegzunehmen. Im Verhalten des Referats kommt ein obrigkeitsstaatliches Verständnis von Politik und Verwaltung  zum Ausdruck, das einer modernen Gesellschaft nicht mehr angemessen ist – längst nicht mehr! Die Stadt braucht Initiativen und ehrenamtliche Arbeit an vielen Stellen und für viele sinnvolle Zwecke. Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es, diese Initiativen zu fördern und zu unterstützen – und nicht sie zu behindern und ihnen das Leben schwer zu machen.“

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