Semesterticket bleibt auf der Tagesordnung

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste hat Verständnis für den Unmut der Münchner Studentenvertretungen über den Abbruch der Gespräche über ein Semesterticket durch den MVV geäußert. Stadträtin Sabine Nallinger bezeichnete das Vorgehen des MVV als „stillos“ und forderte den MVV auf, sich weiteren Gesprächen nicht zu entziehen. Der MVV verletze elementare Regeln der Fairness und der Kommunikation, wenn er einseitig die Verhandlungen abbreche und die Studentenvertreter über die Medien davon informiere.

Nallinger machte zugleich deutlich, dass das Thema „Semesterticket“ für die Grünen auf der Tagesordnung bleibe. Sabine Nallinger: „Es ist in der Tat nicht nachvollziehbar, dass Studenten und Studentinnen zum Teil mehr für ihre Monatsticket ausgeben müssen als gut verdienende Angestellte eines großen Unternehmens für ihr Jobticket. Hier klafft eine Gerechtigkeitslücke, die geschlossen werden muss. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn alle Beteiligten eine Lösung wollen – und dazu gehört bekanntlich auch der Freistaat. Als Gesellschafter des MVV, Besitzer der Universitäten und Verantwortlicher für die Ausführung des § 45 des Personenbeförderungsgesetzes kommt dem Freistaat sogar eine besondere Verantwortung zu.“

Allerdings sei auch klar geworden, dass die Einführung eines Semestertickets in München unter anderem deswegen so schwierig sei, weil die bestehenden Angebote von den Studenten bereits so gut angenommen werden. „Offensichtlich“, so Sabine Nallinger, „sind die Tarife des MVV für Studierende nicht unattraktiv. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in einer teuren Stadt wie München auch das Fahrgeld für Studierende eine erhebliche Belastung darstellt. Auch die bürokratische Überreglementierung des Ausbildungstarifs ist reformbedürftig.
Die Grünen werden sich weiter dafür einsetzen, dass der Öffentliche Nahverkehr für alle Studierenden eine attraktive Alternative zum Auto darstellt.“

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