Sendling: BA-Wunsch nach Anwohnerstellplätzen blockiert den Bau altersgerechter Wohnungen

P R E S S E M I T T E I L U N G

In der Sendlinger Meindlstraße droht sich der Bau einer Altenwohnanlage immer weiter zu verzögern, weil eine Mehrheit im örtlichen Bezirksausschuss hartnäckig auf dem Bau von Anwohnerstellplätzen in der zugehörigen Tiefgarage besteht. Stadträtin Anja Berger, selbst auch Mitglied im Sendlinger BA, hat daher jetzt beantragt, die Altenwohnanlage zügig zu planen und zu bauen – ohne auf die Wünsche nach zusätzlichen Stellplätzen für Anwohner Rücksicht zu nehmen. Berger fordert, die Tiefgarage mit nur so vielen Stellplätzen zu bauen, wie die Stellplatzverordnung es für dieses Projekt vorschreibt.
Anja Berger: „In Sendling fehlt Wohnraum, vor allem altersgerechter Wohnraum. Das Planungsreferat hat eindeutig festgestellt, dass es in dieser Gegend keinen Bedarf für zusätzliche – und äußerst kostspielige – Parkplätze gibt. Die Halsstarrigkeit der BA-Mehrheit, die einfach nicht von diesem Vorhaben ablassen will, hat jetzt schon zu viel Zeit gekostet – eigentlich war der Stadtratsbeschluss für die Ausschreibung des Projekts schon für 2017 geplant. Eine weitere Verzögerung ist nicht hinnehmbar, sie geht auf Kosten älterer Menschen, die Wohnungen suchen.“
Elisabeth Robles-Salgado, Mitglied im BA Sendling: „Schon 2016 wurde in zwei Workshops unter intensiver Beteiligung der Sendlinger Bürgerinnen und Bürger ein Grobkonzept für die Alten- bzw. Mehrgenerationenwohnanlage in der Meindlstraße erarbeitet. Dabei wurden wichtige und zeitgemäße Impulse für Wohnformen im Alter in das Konzept eingearbeitet. Doch solange die Fördermöglichkeit einer Anwohner-Tiefgarage zum immer wieder aufs Neue geprüft wird, liegen all diese Pläne auf Eis.“

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