Senkung des Heizenergieverbrauchs in städtischen Gebäuden durch Wetterprognosesteuerung der Heizanlagen

(Antrag) Die LH München startet ein Modellprojekt zur Steuerung von Heizanlagen auf der Basis der Wetterprognose. Ein neu entwickeltes Mess- und Regelsystem nutzt die Trägheit der Gebäude,

um Heizenergie zu sparen. Hierbei werden Heizanlagen so geregelt, dass sie nur dann Wärme erzeugen, wenn dies für die Aufrechterhaltung einer garantierten Innentemperatur notwendig ist. Das System ersetzt den Temperaturfühler auf der Nordseite der Gebäude, der vor allem an sonnigen Tagen in der Übergangszeit einen unnötigen Mehrverbrauch an Heizenergie erzeugt.

Als Modellprojekt sollte ein herausgehobenes städtisches Gebäude gewählt werden. Die Stadtwerke München sollten als betreuender Betrieb agieren.

 

Begründung:

 

Die schwedische Firma eGain¹ hat ein System zur Steuerung der Heizanlage entwickelt („Cloud Service eGain forecasting“), das die Wärmezufuhr für das Gebäude optimiert, indem es die Wärmeerzeugung exakt auf die Wetterentwicklung der jeweils nächsten drei Tage abstimmt.

Dabei garantieren zahlreiche Temperatur- und Feuchtesensoren im Gebäude, dass die vertraglich vereinbarte Komforttemperatur nicht unterschritten wird. Das Unternehmen, das in Schweden 4.500 Anlagen steuert, senkt den Heizenergieverbrauch nach eigenen Angaben im Durchschnitt um 10-15%. Bei einem Pilotprojekt für das Studentenwerk in Leipzig waren es beispielsweise 17,5% Einsparung². Die Kosten des Verfahrens orientieren sich zu 100% am erzielten Einsparerfolg.

 

Ein Modellprojekt der LH München zusammen mit den SWM kann deutlich machen, wie zu geringen Kosten der Klimaschutz im Gebäudebestand in München weiter vorangebracht werden kann.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

 

Initiative:

Dominik Krause Sabine Krieger Herbert Danner Sabine Nallinger

 

Mitglieder des Stadtrates

 

 

¹http://egain.se/de

²http://egain.se/de/referenzen/immobilien/studentenwerk-leipzig/

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