Shared Space: Innenstadt und Stadtteilzentren für Fußgänger und Radfahrer aufwerten

P R E S S E M I T T E I L U N G

Mit drei Anträgen setzt sich die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste für eine urbane Straßenraumgestaltung in der Altstadt und in den Stadtteilzentren ein. Die StadträtInnen Paul Bickelbacher und Sabine Nallinger beantragen, auch innovative Verkehrsregelungen nach dem Vorbild der Schweizer Begegnungszonen zu erproben und bei der derzeit geplanten Umgestaltung des Tals zumindest in Teilbereichen zu Lösungen im Sinne von Shared Space zu kommen, damit Fußgänger die Fahrbahn leichter queren und zum Teil auch mitbenutzen können. Schließlich soll für die gesamte Altstadt eine Tempo 30-Zone eingerichtet werden.
Stadtrat Paul Bickelbacher: „Das Schweizer Modell der Begegnungszone, das inzwischen auch Frankreich und Belgien übernommen haben, sollte unbedingt auch in Deutschland eingeführt werden. München könnte mit einem Pilotprojekt vorangehen. In Begegnungszonen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und Fußgängerinnen und Fußgänger haben gegenüber dem Fahrzeugverkehr den Vortritt, indem sie jederzeit und überall die Fahrbahn queren dürfen. Die Begegnungszone ist ein guter Kompromiss zwischen einer Fußgängerzone und einer Tempo 30-Zone und wird in der Schweiz auch gerade in belebteren städtischen Bereichen eingesetzt. Begegnungszonen könnten in München zur Attraktivität der Altstadt und der Stadtteilzentren beitragen und das starre Separationsprinzip der Verkehrsarten durchbrechen, hin zu weniger „Streifendenken“ und mehr gegenseitiger Rücksichtnahme im Sinne von „Shared space“..
Stadträtin Sabine Nallinger: „Jenseits der Erweiterung der Fußgängerzone in der Altstadt, die an einzelnen Stellen sicher noch notwendig ist, könnte die Altstadt durch mehr Verkehrsberuhigung attraktiver werden. Die Einführung von Tempo 30-Zonen erleichtert das Queren der Straßen und ist Voraussetzung für die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr und die Errichtung von Fahrradstellplätzen auf Fahrbahnniveau. Davon könnten in Einkaufsstraßen wie z.B: der Sendlinger Straße auch die Fußgänger profitieren. Für das Tal, dessen Umgestaltung demnächst ansteht, wünschen sich die Grünen eine urbane Gestaltung. So könnte – zumindest zwischen Altem Rathaus und Hochbrückenstraße – die klare Trennung der Fahrbahn ähnlich der Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt aufgehoben werden. Die Verlagerung der oberirdischen Stellplätze in die überwiegend schwach besetzten Parkgaragen der Altstadt schafft Raum für Freischankflächen, Radstellplätze und Bäume.“

 

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