Die Stadt München nutzt externe Architektenleistungen als Unterstützungsangebot um das Ziel „Bayern Barrierefrei 2023 – Inklusive Stadt München“ auch wirklich zu erreichen.

Antrag

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, sich bei allen zukünftigen Neu- und Umbauten – vor allem im Kultur- und Bildungsbereich – intensiv mit den Voraussetzungen für inklusive Gebäude zu beschäftigen und dabei mit externen Facharchitekten zusammenzuarbeiten.

 

Dies umfasst:

  • Beratung zum barrierefreien Planen und Bauen durch externe Sachverständige
  • Fachliche Beratung, Begutachtung und Begleitung von Baumaßnahmen durch externe Sachverständige
  • Abstimmung von Bebauungsplänen und Beschlussvorlagen
  • Fortbildung von Fachplanern und Multiplikatoren im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Baureferat und Referat für Bildung und Sport – Zentrales Immobilienmanagement in den Thematiken des inklusiven Planens und Bauens.
  • Aufbau einer eigenen Struktur von Facharchitekten für inklusives Bauen in den betroffenen Referaten
  • Weiterentwicklung und Überarbeitung der städtischen Baustandards

 

Begründung:

Das Ziel „Bayern Barrierefrei 2023“, welches seitens der bayerischen Staatsregierung ausgegeben wurde und welches für die Landeshauptstadt München von größter Relevanz sein sollte, setzt hohe Erwartungen an die künftigen Standards für das Planen und Bauen. Nur mit komplett inklusiv ausgerichteten Gebäuden ist es möglich die Stadt für Menschen mit Behinderung zu öffnen und vollständige Teilhabe an öffentlichen Angeboten zu gewährleisten. Die Stadt München muss mit ihren eigenen Planungen nun zeigen, dass sie in der Lage ist, sich den Herausforderungen des Art. 24 der UN-BRK zu stellen und ihre Gebäude so zu konzipieren, dass diese von allen Menschen genutzt werden können. Mit dieser Vorreiterrolle kann die Stadt dann auch andere Bauherren dazu motivieren, sich dem Thema inklusives Bauen verstärkt zu widmen und nach und nach immer mehr Gebäude inklusiv zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen muss die Stadt auch externes Fachwissen in die Planungen mit einbeziehen. Es gibt bereits eine Vielzahl von ArchitektInnen, welche sich mit der Thematik des inklusiven Planens und Bauens beschäftigen. Von diesen Erfahrungen sollte die Stadt profitieren um dadurch funktionale Gebäude zu ermöglichen und mögliche Versäumnisse oder Planungsfehler, welche später wieder in aufwendigen und teuren Verfahren geheilt werden müssen zu vermeiden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Oswald Utz
Jutta Koller
Sabine Krieger
Gülseren Demirel

Mitglieder des Stadtrates

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