Städtisches Freiraumkonzept: Viele Worte, wenig Konkretes

P R E S S E M I T T E I L U N G

„Viele schöne Worte – aber so gut wie nichts Konkretes“ enthält nach Auffassung von Stadträtin Sabine Krieger und Stadtrat Herbert Danner der Beschluss zur Konzeption „Freiraum M 2030“. Ein Versuch der Grünen – rosa liste, mit einem Änderungsantrag wenigstens einige handfeste Ziele und Vorgaben in den Beschluss zu implantieren, fand keine Mehrheit.
Sabine Krieger: „Trotz zahlreicher Anträge mit konkreten Zielen, die wir zum Thema Frei- und Grünflächen gestellt haben, bleibt die Beschlussvorlage des Planungsreferats größtenteils bei vagen Ankündigungen stehen. Bereits 2012 hat der Stadtrat beschlossen, ein Gutachten zur Freiraumentwicklung in Auftrag zu geben, 2015 wurde es vorgestellt – und jetzt, nach sechs Jahren haben wir immer noch keine konkreten Beschlüsse. Weder zur Definition von Tabuflächen noch zu lokalen Erfordernissen wie einem Grünflächenkonzept für die SEM im Münchner Nordosten oder dem Freiraumquartierskonzept für das Gewerbeband Obersendling gibt es klare Vorgaben. Auch die hervorragende Idee gemeinschaftlich nutzbarer Dachgärten, die konkret eine Verankerung in Bebauungsplänen benötigen würde um Realität zu werden, kommt über eine lobende Erwähnung nicht hinaus. Dieser Mangel an Entschlusskraft zieht sich durch den gesamten Beschluss.
Herbert Danner: „Wir fordern eine klare Prioritätensetzung zugunsten des Erhalts von Grünflächen. Das schließt auch einen Stopp für die bauliche Entwicklung von ‚Allgemeinen Grünflächen‘ ein, bis endlich geklärt ist, welche Flächen dauerhaft von jeglicher Bebauung freigehalten werden. Außerdem braucht München ein Sonderprogramm für die flächeneffiziente Umstrukturierung von Einzelhandels- und Baumarktflächen.“

 

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