Stadtrat schreibt Kälteschutzprogramm fort – aber wo schlafen Mütter mit Kindern im April?

P R E S S E M I T T E I L U N G

Der Sozialausschuss hat heute beschlossen, das städtische Kälteschutzprogramm für die Jahre 2015 und 2016 fortzuschreiben und die Zuschüsse deutlich zu erhöhen.

Stadträtin Jutta Koller: „Es ist richtig und wichtig, das Kälteschutzprogramm dem gestiegenen Bedarf an Schlafplätzen, aber auch an Beratung anzupassen. Zu begrüßen ist auch, dass die sogenannte „Null-Grad-Grenze“ als Voraussetzung für die Aufnahme in den Kälteschutzeinrichtungen aufgehoben bleibt. In München darf auch weiterhin niemand erfrieren

Bedauerlich ist allerdings die Weigerung von Schwarz-Rot, Familien mit Kindern auch im Anschluss an die Kälteperiode unterzubringen – also nach dem 15. April. Hier ergibt sich die absurde Situation, dass Mütter mit Kindern zwar tagsüber in der Beratungsstelle FamAra in der Rosenheimerstraße betreut werden und sich dort aufhalten können, aber dann zum Übernachten auf die Straße geschickt werden. Das ist kein menschenwürdiger Umgang mit Hilfsbedürftigen – auch wenn der Winter dann vorbei ist.“

 

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