Stadtrat stärkt Kunst und Kultur in München

P R E S S E M I T T E I L U N G

In anderen Städten wird der Kulturetat zusammengestrichen. In München hat der Kulturausschuss heute dagegen einstimmig Etaterhöhungen in Höhe von insgesamt rund 2,5 Millionen € beschlossen. Für die Stadtteilkultur werden zusätzliche 446.000 € bereitgestellt, für Online-Medien werden den Bibliotheken weitere 250.000 € zur Verfügung gestellt und die Mittel für die freie Szene werden um 1,7 Millionen € erhöht. Auf diese Weise wird der Spielraum, der durch eine maßvolle Haushaltspolitik von Rot-Grün sowie die Rekordsteuereinnahmen (2013 z.B. voraussichtlich 2,2 Milliarden € Gewerbesteuer) frei geworden ist, im Sinne einer lebendigen Kulturszene genutzt.

Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen – rosa Liste, Dr. Florian Roth:
„München wächst und verändert sich – und die Infrastruktur muss mitwachsen. Und dazu zählt nicht nur Verkehr, Wohnungen, Kitas und Schulen, sondern auch eine lebendige Kulturszene. Deshalb haben wir die Mittel für die Stadtteilkultur dem Bedarf angepasst und auch bei den Büchereien im Online-Bereich nachgelegt.
Besonders wichtig ist unserer Fraktion auch die Erhöhung des Etats für die freie Kulturszene. Schon 2008 haben wir uns in den Bündnisvereinhandlungen mit der SPD erfolgreich für eine Erhöhung der Mittel für Künstlerinnen und Künstler (damals um 600.000 €) eingesetzt. Sechs Jahre danach ist angesichts der steigenden Kosten und der neuen Impulse, die wir damit fördern können, eine Etatausweitung um gut 10 % (das ist knapp ein Promille der Gewerbesteuereinnahmen) mehr als angemessen.
‚München ist eine Verwöhnung‘, sagte Bruno Jonas beim letzten Kulturempfang der Stadt. München ist aber auch eine Zumutung – für jene, die nicht über die finanziellen Mittel für die teure Stadt mit ihren hohen Mieten für Wohn- und Gewerberaum verfügen. Laut einschlägiger Studien verdienen Künstlerinnen und Künstler im Bereich der darstellenden Kunst nur ca. 1.000 € im Monat, im Bereich der bildenden Kunst 1.500 €. Ateliers, Musikproberäume etc. sind in München rar und teuer. Der gesamt Etat für die freie Szene ist kleiner als jener für eine einzelne große Institution wie Kammerspiele oder Philharmoniker. München braucht beides – und deshalb ist es richtig, die finanziellen Mittel im Bereich der freien Kunstszene anzupassen. Unser Beschluss spiegelt die Vielfalt wieder – über die angewandte Kunst im Maximiliansforum, Förderung von Ateliers und Bildender Kunst, Münchner Kammerorchester, den Jazzclub Unterfahrt und die Fachstelle Pop beim Feierwerk, freie Theatergruppen, das Pathos, Freie Bühnen und einen neuen Förderpreis Theater sowie das DANCE-Festival; die Filmstadt München; das Literaturfest; die Muffathalle; die Kreativwirtschaft, Interkulturelle Kunst bis zur bairischen Volkskultur. Das alles ist München.“

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