Dienstag, 25. September 2018

Stadtreparatur um den Oskar-von-Miller-Ring anpacken

Antrag

Das Planungs-, das Bau- und das Kreisverwaltungsreferat werden beauftragt, dem Stadtrat noch im ersten Halbjahr 2009 einen Vorschlag für Verbesserungen am und um den Oskar-von-Miller-Ring vorzulegen und dabei auch die Frage nach dem Sinn einer Tunnelverlängerung zu behandeln. Ziel soll sein, die Maxvorstadt und das Pinakotheken-Umfeld vom Verkehr zu entlasten, die Fußwegebeziehungen zwischen Altstadt und Maxvorstadt zu verbessern und den öffentlichen Raum im Bereich des Altstadtringes und am Platz der Opfer des Nationalsozialismus aufzuwerten.
Einbezogen werden sollten folgende, schon lange diskutierte Überlegungen und Maßnahmen.

  • Veränderung der Verkehrsführung auf Basis der sogenannten „Alternative V“, also primär der Bündelung des Verkehrs auf der Briennerstraße. Dabei sind die damaligen Vorschläge auf der Grundlage aktueller Zahlen, was die Verkehrsbelastung der einschlägigen Straßen betrifft, zu überprüfen.
  • Schaffung einer Abbiegemöglichkeit von der Ludwigstraße von Norden auf den Altstadtring Richtung Westen, um die innere Ludwigstraße, den Odeonsplatz und die innere Briennerstraße im Sinne des Innenstadtkonzeptes vom Verkehr zu entlasten.
  • Im Zuge der anstehenden Brandschutzsanierung sind Rückbaumaßnahmen im Bereich des Tunnelmundes des Altstadtringtunnels zu prüfen. Dabei soll auch eine andere Spuraufteilung im Tunnel (nur noch eine Spur von bzw. in Richtung Gabelsberger Straße) geprüft werden.
  • Aufwertung des öffentlichen (Straßen-)Raumes im Bereich des Altstadtringes, an der inneren Brienner Straße im Bereich des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus und des nördlichen Maximiliansplatzes. Raum hierfür kann durch eine Bündelung der Fahrspuren gewonnen werden.
  • Bessere Querungsmöglichkeiten des Altstadtringes für Fußgänger und Radfahrer.

 

Begründung

Der überaus großzügig dimensionierte Altstadtring im Bereich des Altstadtringtunnels hat vor allem im Umfeld des westlichen Tunnelmundes für Fußgänger und Radfahrer eine nur schwer zu überwindende Barriere zwischen der Maxvorstadt und der Altstadt Münchens geschaffen. Deswegen werden seit vielen Jahren Maßnahmen diskutiert, die diese äußerst unbefriedigende Situation verbessern können. 1999 wurde ein Workshop durchgeführt, dessen Ergebnisse im Jahr 2000 im Stadtrat vorgestellt wurden. Im Zuge dieses Beschlusses wurde die Verwaltung beauftragt, die Vorschläge aus dem Wettbewerb, bei dem eine Tunnelverlängerung favorisiert wurde, zu prüfen und dem Stadtrat erneut zur Beschlussfassung vorzulegen. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung wurden die weiteren Planungen hintangestellt.

Mit Fertigstellung der Pinakothek der Moderne, der Sammlung Brandhorst und im Hinblick auf die Diskussion um die Umgestaltung des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus, um einen würdigeren Gedenkort zu schaffen, gewinnt die Stadtreparatur in diesem Bereich an Aktualität. Darüber hinaus steht die Brandschutzsanierung im Tunnel demnächst an.

Die bisher diskutierten Maßnahmen könnten evtl. auch ohne eine Tunnelverlängerung erhebliche Verbesserungen für das Stadtbild und die Fußgängerbeziehungen bringen. Ein baldiger Beschluss soll Klarheit bringen, ob eine kostspielige Tunnelverlängerung verfolgt werden sollte und welche Maßnahmen auch ohne diese kurzfristig realisiert werden könnten.

 

Alexander Reiss Siegfried Benker
Claudia Tausend Boris Schwartz
Hans Dieter Kaplan Sabine Krieger
Dr. Ingrid Anker Paul Bickelbacher
Beatrix Zurek Sabine Nallinger
SPD Die Grünen-rosa liste
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