Die städtischen Unternehmen, Tochtergesellschaften und Eigenbetriebe entwickeln Konzepte zum Umgang mit sexueller Gewalt

Antrag:

Die städtischen Eigenbetriebe, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften werden aufgefordert, die bereits bestehenden Konzepte zum Umgang mit Sexismus und Diskriminierung (>>>hier) um das Thema sexuelle Gewalt zu erweitern. Hierbei soll sowohl auf den Aspekt der sexuellen Gewalt gegenüber MitarbeiterInnen als auch gegenüber KundInnen des Unternehmens eingegangen werden. Beinhalten sollen diese Konzepte v.a. auch, wie mit Opfern von sexueller Gewalt umgegangen wird.
Diese Konzepte werden dem Stadtrat innerhalb eines Jahres vorgelegt und anschließend, wie in der Sitzungsvorlage Nr. 14-20 / V 11607 beschlossen, alle drei Jahre von Seiten des Direktoriums bei den Unternehmen abgefragt und evaluiert.
Das Direktorium prüft, ob eine neutrale Beschwerdestelle für die Opfer von sexueller Gewalt in der Stadtverwaltung, bei den städtischen Eigenbetrieben, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie für die KundInnen der städtischen Unternehmen eingerichtet werden kann.

Begründung:
Der heutigen Presse (>>>hier) ist zu entnehmen, dass die MVG dem Opfer einer Vergewaltigung durch einen U-Bahn-Fahrer als Entschädigung eine Freifahrt in einer „Partytram“ spendieren wollte. Dieses Vorgehen seitens einer städtischen Tochtergesellschaft löst Befremden aus und zeigt, dass sich die MVG in keinster Weise damit auseinandergesetzt hat, wie sich ein Mensch, dem eine Vergewaltigung widerfahren ist, fühlt.
Sexuelle Gewalt führt oftmals zu jahrelanger oder lebenslanger psychischer Beeinträchtigung und / oder Traumatisierung derer, die sie erfahren haben. Um dafür Sorge zu tragen, dass sexuelle Gewalt in städtischen Eigenbetrieben, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften thematisiert wird, benötigt die Stadt wirksame Konzepte, welche v.a. auf der Prävention vor solchen Ereignissen aufbauen. Um sicherzustellen, dass die Unternehmen hierbei nicht nur auf die Innenverhältnisse innerhalb ihrer Belegschaft abzielen, ist der Fokus auch auf die Zielgruppe der KundInnen der Unternehmen zu legen.

Fraktion Die Grünen – rosa liste
Initiative:
Anja Berger
Dominik Krause
Florian Roth
Katrin Habenschaden
Jutta Koller
Gülseren Demirel
Anna Hanusch
Sabine Nalinger

Mitglieder des Stadtrates

 

Print Friendly

Nach oben scrollen