Strukturierte Weiterbildung gegen Ärzteflucht

Strukturierte Weiterbildung gegen Ärzteflucht

Antrag

Die Städtische Klinikum München GmbH setzt neue Maßstäbe in der strukturierten Facharztweiterbildung.

In klinikeigenen Ausbildungsplänen werden Mindeststandards für

- Qualität und Häufigkeit von Fortbildungsangeboten

- Rotationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Fachabteilungen

- Art und Umfang fallbezogener Team- und Kollegialgespräche

festgelegt.

Diese werden zeitlich und organisatorisch in Einklang mit der Stationsarbeit der betroffenen Ärztinnen und Ärzte und dem Weiterbildungskatalog der Bundesärztekammer gebracht.

Begründung:

Nach erfolgreichem Abschluss des Medizinstudiums wird ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen nicht mehr kurativ tätig. Stattdessen locken attraktivere Jobangebote in der Privatwirtschaft oder im Ausland.

Grund für diese „Medizinerflucht“ ist jedoch nicht nur ein vergleichsweise niedriger Verdienst, sondern sind vor allem die ausgeprägt hierarchischen Strukturen in deutschen Krankenhäusern, ein hohes Maß an administrativen Tätigkeiten und fehlende Perspektiven der fachlichen Weiterentwicklung.

Im Rahmen ihrer Facharztweiterbildung finden Assistenzärztinnen und -ärzte häufig kein klar strukturiertes Weiterbildungskonzept vor. So kann es sein, dass Rotationen durch die verschiedenen Bereiche des jeweiligen Fachgebietes nicht möglich sind. Gleichzeitig fehlt es an praxisbegleitenden Seminaren und Fortbildungen und häufig auch an institutionalisierten Fallbesprechungen.

Das Städtische Klinikum könnte hier Vorbildwirkung entfalten und mit einem auf die verschiedenen Facharztbereiche zugeschnittenen Aus- und Weiterbildungsprogramm ein besonders attraktiver Arbeitsplatz für junge Medizinerinnen und Mediziner werden.

Fraktion die Grünen – rosa liste

Initiative:
Dr. Florian Vogel
Lydia Dietrich

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