Studie zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ enthüllt weit verbreitete Ressentiments gegen Minderheiten in München

P R E S S E M I T T E I L U N G

Studie zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ enthüllt weit verbreitete Ressentiments gegen Minderheiten in München

 

Frauenfeindlichkeit, Ablehnung Homosexueller, Antisemitismus, Islamophobie,  Ausländerfeindlichkeit, Ablehnung von Behinderten, Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen – zur Untersuchung all dieser für das Zusammenleben in München hinderlichen bis gefährlichen Einstellungen haben die städtischen Fachstelle gegen Rechtsextremismus und der Ludwig-Maximilians-Universität eine Studie mit dem Titel „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ erstellt.  Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste  hat nun beantragt, die Studie dem Stadtrat vorzustellen und über Konsequenzen zu beraten.

Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel bewertete die Ergebnisse als „zum Teil schockierend.“ So sei mehr als die Hälfte der 1139 Befragten der Ansicht gewesen, es gebe zu viele Muslime in Deutschland. Auch gegenüber Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen zeige die Studie einen weit verbreitete Geringschätzung.

Gülseren Demirel: “Derzeit versuchen verschiedene Gruppierungen aktiv gegen eine weltoffene und tolerante Stadtgesellschaft zu agitieren, das wurde nicht zuletzt durch die Anschläge rechtsorientierter Gruppierungen linke und antirassistische Einrichtungen deutlich. Vor diesem Hintergrund hat der Stadtrat ein besonderes Interesse daran, die Ergebnisse der Studie zur Kenntnis zu nehmen und mögliche Konsequenzen und Maßnahmen in München zu diskutieren. Da die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit für einen populistischen Kommunalwahlkampf missbraucht werden könnte, sollte die Studie bis spätestens Oktober 2013 im Stadtrat diskutiert werden.“

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