Dienstag, 25. September 2018

Surfin’ Munich – Zweite Eisbachwelle an der Dianabadschwelle aufwerten und neu gestalten

(Antrag) Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, sich an den Bayerischen Finanzminister Söder zu wenden und mit ihm die Möglichkeiten zur Aufwertung und Umgestaltung der zweiten Eisbachwelle an der Dianabadschwelle zu besprechen. Ziel sollte die Schaffung einer dauerhaften zweiten Welle, geeignet v.a. für AnfängerInnen sein, welche sich baulich gut in die natürliche Umgebung einpasst, den Auflagen des Natur- und Denkmalschutzes genügt und zur Erhöhung der Sicherheit für SchwimmerInnen und SurferInnen beiträgt.

 

Begründung:

Die Eisbachwelle am Haus der Kunst ist weltberühmt und findet ihren Platz in jedem Münchner Reiseführer. Tagein, tagaus kann man hier den SurferInnen bei der Ausübung ihres Sports zusehen und sich daran erfreuen. Jedoch bringt die große Eisbachwelle auch zwei Nachteile mit sich. Erstens ist der Spot aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit des Baches nicht für AnfängerInnen geeignet und zweitens ist die Frequentierung des Bereiches im Sommer so hoch, dass die Wartezeiten enorm lang werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eine zweite Stelle, explizit für weniger Geübte anzubieten. Die kleine Eisbachwelle an der Dianabadschwelle wird bisher bereits rege genutzt. Jedoch bietet diese Stelle auch Konfliktpotenzial, da sich SchwimmerInnen und SurferInnen diesen Bachabschnitt teilen und ein gemeinschaftliches Miteinander nur mir Rücksichtnahme von beiden Seiten möglich ist. Im Rahmen eines Seminars an der Hochschule München haben Studierende sich mit Möglichkeiten zur Umgestaltung des Bereichs rund um die Welle auseinandergesetzt und architektonisch hochinteressante Möglichkeiten entwickelt. Zentraler Fokus war immer die Sicherheit der SchwimmerInnen und SurferInnen zu erhöhen. Genau dieser Punkt war bisher hauptsächlicher Grund für die Ablehnung des Finanzministeriums, um an dieser Stelle tätig zu werden. Der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder hat im Sommer letzten Jahres eine zweite Eisbachwelle angekündigt1, jedoch dabei genau den Standort der Dianabadschwelle aus Sicherheitsbedenken ausgeschlossen. Dieser Standort bietet sich jedoch nahezu perfekt an, da er bereits etabliert ist und täglich genutzt wird. Die Entwürfe der StudentInnen zeigen, dass bereits durch kleine bauliche Veränderungen die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht und die Nutzbarkeit der Welle und der Aufenthaltsflächen am Ufer erhöht werden kann. Seit der Aussage des Finanzministers in diesem Interview ist es jedoch komplett ruhig um das Thema geworden. Eine dauerhaft nutzbare zweite Eisbachwelle wäre ein wichtiges Signal an die, mittlerweile sehr große, Surfszene in München, dass dieser Sport seitens der Politik wertgeschätzt wird und genügend Raum erhält. Der Oberbürgermeister sollte daher die Chance nutzen und den Freistaat von der Wichtigkeit dieses Projekts überzeugen.

 

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

 

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Jutta Koller

Sabine Krieger

Oswald Utz

 

Mitglieder des Stadtrates

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