Mittwoch, 20. September 2017

Die SWM und BürgerInnen gemeinsam für die Wärmewende – Erneuerbare Fernwärme für das neue Stadtviertel der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne

(Pressemitteilung) Die Energiewende in München betrifft nicht nur den Strom- , sondern auch den Wärmesektor. Deshalb macht die grün-rosa Stadtratsfraktion den SWM und den Münchnerinnen und Münchnern ein Angebot: Die SWM soll ein erneuerbares Energiekonzept als Modellprojekt für das Gelände der Prinz-Eugen Kaserne konzipieren, das darauf ausgerichtet ist zusammen mit einer BürgerInnenenergiegenossenschaft den Stadtteil mit erneuerbarer Wärme zu versorgen.

Energiegenossenschaften sind bei BürgerInnen sehr beliebt – allein in Bayern gibt es derzeit 264 (Stand 31.12.2015, Genossenschaftsverband Bayern e.V.). Auf diesen reichen Erfahrungsschatz kann man aufbauen – deshalb soll das Konzept zusammen mit dem Genossenschaftsverband Bayern e.V. oder in München (oder Münchner Umland) ansässigen Energiegenossenschaften entwickelt werden.

Stadtrat Herbert Danner: „Die Herausforderungen der Energiewende liegen in München gerade auch im Wärmebereich. Deshalb ist es an der Zeit dieses Thema in München verstärkt und entschieden anzugehen, da sich die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland immer mehr zeigen.“ Mit dem Ansatz eines Kooperationsprojektes zwischen der SWM und einer Energiegenossenschaft nimmt die Stadtratsfraktion Anregungen aus der Bürgerschaft auf. Danner sagt weiter: „Münchnerinnen und Münchner haben immer wieder ihr Interesse geäußert, sich selber in den Umbau der Energieversorgung in München mit einzubringen. Mit unserem Antrag wollen wir hier ein Modellprojekt initiieren, das den Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit in Form einer Energiegenossenschaft bietet und dabei mit den Stadtwerken München einen starken kompetenten Partner an der Seite hat. Besser kann die Energiewende nicht lokal verankert werden.“

Das Gelände der Prinz-Eugen Kaserne ist für das Modellprojekt ideal, da schon verschiedene Baugenossenschaften vorgesehen sind, eine Kombination mit Energiegenossenschaften bietet sich an. Danner weiter: „Um das Gelände zu 100% mit erneuerbarer Fernwärme zu versorgen, ist eine Kombination aus verschiedenen Wärmequellen – in SWM- und BürgerInnenhand – ein sehr vielversprechender Ansatz, der bei Erfolg auch ohne weiteres auf andere Stadtviertel zu übertragen ist. So kann in München der Umbau zu 100% erneuerbarer Wärme gemeinsam schneller und effektiver vorangebracht werden.“ Durch dieses Kooperationsprojekt könnte letztendlich doch noch eine echte ökologische Mustersiedlung entstehen, wie vom Stadtrat parteiübergreifend gewünscht.

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