Temporären Isarboulevard an zwei Wochenenden 2014 versuchsweise ermöglichen

Antrag

Die Stadtverwaltung wird gebeten, an zwei Wochenenden 2014 (etwa vor den Sommerferien und im Oktober) einen temporären Isarboulevard als zivilgesellschaftliche Veranstaltung zu ermöglichen (beispielsweise von jeweils Freitag 20.00 Uhr bis Sonntag 20.00 Uhr).
Die erforderlichen Umleitungen für den Autoverkehr werden eingerichtet und die Autofahrer werden frühzeitig über die Sperrung des Bereichs informiert. MVG-Busse dürfen im Schritttempo und durch Ordner gesichert durch den Veranstaltungsbereich fahren. Die Isarbrücken und querende Straßen bleiben für den Autoverkehr offen, damit die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anliegerinnen und Anlieger in die Stadtviertel zufahren können. Tiefgaragen entlang der Isarparallele werden jeweils mit einspurigen Autofurten (auf der jeweils westlichsten Spur von 4-6 Spuren) erschlossen und können durchgehend angefahren werden.
Die verkehrlichen Erfahrungen werden professionell evaluiert und finden Eingang in die Weiterentwicklung des „Temporären Isarboulevards“ für evtl. weitere Veranstaltung in den kommenden Jahren.

 

Begründung:

Der öffentliche Raum gehört allen. Gerade in der Innenstadt wird er aber zum größten Teil durch den Autoverkehr vereinnahmt. Ein Schritt, ihn für Flaneure, Kommunikation und Kultur wieder zu gewinnen, wäre ein temporärer Isarboulevard. Gerade die Straßen an der Isar mit ihrem Blick auf den für München identitätsstiftenden Fluss eignen sich hervorragend für eine solche temporäre Nutzung. Eine Renaissance des öffentlichen Raumes verbindet sich so mit einer Wiederentdeckung der innerstädtischen Isar.
Ein breites Bündnis von Akteuren hat am heutigen Donnerstag, den 6. März 2014, den „Temporären Isarboulevard“ als Veranstaltung an zwei Wochenenden für 2014 beantragt. Zum Bündnis gehören unter der Federführung des Isarlust e.V. Vertreterinnen und Vertreter von: Münchner Forum, Bund Naturschutz München, Green City, Corso Leopold, urbanauten, FUSS e.V., anliegende Kirchen St. Max und St. Lukas, Gasteig München -  sowie weitere Partner und mehreren Klassen der Münchner Kunstakademie.
Schon letztes Jahr ist diese Idee auf breiten Wiederhall in der Politik und auch auf die Unterstützung der OB-Kandidaten von CSU und SPD gestoßen (siehe: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fussgaenger-wollen-strassen-zurueckerobern-auf-dem-vormarsch-1.1653645).
Das Projekt soll als lernendes Projekt umgesetzt werden. Bei einem Testlauf an zwei Wochenenden 2013 bei St. Maximilian im Rahmen des Kunstprojektes „Notre Dame sur l’Isar“ der urbanauten, der Erzdiözese München und Freising und der Pfarrei und Gemeinde St. Maximilian kam es zu keinerlei Verkehrsbehinderungen laut KVR, Polizei und MVG.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Paul Bickelbacher
Sabine Nallinger
Dr. Florian Roth
Gülseren Demirel
Sabine Krieger
Mitglieder des Stadtrates

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