Umbenennung historisch belasteter Straßen

Die SPD fordert per Antrag ein Gutachten, das sich „mit problematischen Straßenbenennungen im Hinblick auf die Zeit des Nationalsozialismus“ befassen soll. Die grün-rosa Fraktion begrüßt diesen Vorschlag, fordert aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit Straßenbenennungen nach Kolonialverbrechern.

Stadtrat Dominik Krause kommentiert hierzu:

„Wir begrüßen die Forderung nach einer erneuten kritischen Auseinandersetzung mit Münchner Straßennamen. Beispiele wie die Treitschkestraße in Moosach zeigen, dass gerade im Bezug Nationalsozialismus noch immer keine umfassende Aufarbeitung stattgefunden hat.“

Gleichzeitig kritisiert Krause jedoch, dass nur eine Auseinandersetzung mit Straßennamen im Kontext des Nationalsozialismus stattfinden soll:

„Noch immer gibt es zahlreiche Straßennamen, die sich positiv auf die deutschen Kolonialverbrechen und deren Akteure beziehen. Wer die Thematik anspricht, darf auch diese zweifelhaften Ehrungen nicht außen vor lassen.“

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