Umgang mit jugendlichem Rechtsextremismus klären

P R E S S E M I T T E I L U N G

Umgang mit jugendlichem Rechtsextremismus klären
Rechtsextreme Jugendliche nicht von der Jugendarbeit ausschließen

Der Umgang mit zum Rechtsextremismus tendierenden Jugendlichen ist der Inhalt eines Antrags der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste. In den Einrichtungen der Jugendarbeit tauchen immer wieder Jugendliche mit rechtsextremen Tendenzen auf, die häufig auch von Fachkräften in der Jugendarbeit nicht als solche identifiziert werden. Gleichzeitig kommt es in den sehr heterogenen Jugendgruppen etwa durch frauen-, ausländerfeindliche oder homophobe Äußerungen zu Konflikten.

Da bisher eine klare und praxisbezogene Handlungsleitlinie für die Jugendarbeit fehlt, fordern die Antragsteller eine Fachtagung, die sich mit verschiedenen Aspekten rechtsextremistischer Tendenzen bei Jugendlichen beschäftigen soll. Dazu gehören z.B. das Erkennen derartiger Tendenzen und ihre Unterscheidung von jugendkulturspezifischer und ggf. politisch inkorrekter Sprache, der praktische Umgang mit rechtsextremen Einstellungen in der Jugendarbeit, die entsprechende Schulung der Fachkräfte und die präventiven Angebote.

Siegfried Benker, Fraktionsvorsitzender: „Wenn MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit auf rechtsextreme Tendenzen reagieren, führt dies oft rasch zum Ausschluss der betreffenden Jugendlichen aus der Einrichtung, da man ihnen keine Plattform für ihre politischen Anschauungen bieten will. So verständlich dies ist, laufen diese Jugendlichen, die Orientierung und Anbindung an Gleichaltrige suchen, erst recht Gefahr, den Angeboten der rechtsextremen Szene zum Opfer zu fallen. Denn alte und neue Nazis werben gezielt um Jugendliche ohne gesellschaftliche Teilhabe. Da in München bislang kein Modell dafür existiert, wie dieses Problem effizient angegangen werden kann, soll der Fachtag einen Einstieg ins Thema ermöglichen.”

 

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