Verkehrsentwicklungsplan-Rad aktualisieren – Bekannte dringende Projekte vorab angehen

Antrag
1. Der im Jahr 2002 vom Stadtrat beschlossene Verkehrsentwicklungsplan-Radverkehr wird
aktualisiert.
2. Das bisher aus Hauptrouten, Nebenrouten und Alternativrouten bestehende Routensystem
wird um die Kategorie der Radschnellwege erweitert.
3. Darüber hinaus wird wie bisher der flächendeckende Radverkehr außerhalb des Routensystems
ebenfalls gewürdigt.
4. Der Verkehrsentwicklungsplan-Radverkehr wird um ein Umsetzungsprogramm mit Prioritätensetzungen
für einen Routenausbau ergänzt.
5. Es werden ca. 10 bisher bereits bekannte bzw. als erforderlich angesehene Routen und
ggf. weitere im Zusammenhang mit Neubaugebieten sinnvolle Routen ausgebaut, so dass
in der Zeit der Aktualisierung des Verkehrsentwicklungsplans-Radverkehr kein Leerlauf entsteht.

Das weitere Verfahren zur Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplans-Radverkehr ist im Lenkungskreis
Radverkehr abzustimmen.

Begründung:
Seit der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungplans-Radverkehr vor ca. 15 Jahren hat sich die LH München dynamisch entwickelt. In diesem Zeitraum sind viele neue Baugebiete, Schulen und weitere wichtige Ziele für den Radverkehr entstanden, weitere werden geplant, die alle in ein Radverkehrsnetz eingearbeitet werden sollten. Außerdem hat der Radverkehr von 2002 bis 2011 um 70 % zugenommen, so dass sich gestiegene Ansprüche hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Radverkehrsanlangen ergeben. Diese Dynamik kann nicht durch Teilfortschreibungen aufgefangen werden.
Als neues Element, das bei der Erarbeitung vor 15 Jahren noch nicht bekannt war, kamen Radschnellwege hinzu, die einen erhöhten Standard an Komfort bezüglich Breite und kreuzungsfreier Strecke einfordern. Radschnellwege in dem damit verbundenen Standard sind im wesentlichen außerhalb des Mittleren Rings sinnvoll und können innerhalb des Mittleren Rings durch schnelle Radtrassen fortgeführt werden. Über ein hierarchisches Routennetz hinaus muss Radverkehr entsprechend der flächig verteilten Quellen und Ziele möglichst überall möglich sein und entsprechend auch flächenhaft berücksichtigt und gefördert werden.
Der Routenkonzeption sollte ein priorisiertes Umsetzungsprogramm folgen. Um nicht drei Jahre warten zu müssen, sollen besonders dringliche Strecken vorab realisiert werden.

 

Michael Kuffer
Dr. A. Dietrich
Dr. E. Menges
Kristina Frank
Bettina Messinger
Christian Amlong
Verena Dietl
Beatrix Zurek
Paul Bickelbacher
Herbert Danner
Dr. M. Mattar
Thomas Ranft
Sonja Haider
Brigitte Wolf
CSU SPD Die Grünen – rosa liste FTB ÖDP/Die Linke
         
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