Donnerstag, 13. Dezember 2018

Versorgungsengpass bei Cannabis-Medikamenten beseitigen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Seit einem Beschluss des Bundestages Anfang 2017 können Schmerzpatienten auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung mit Cannabis-Medikamenten versorgt werden. Doch in der Realität ist der Bezug dieser Arzneimittel bisher mit großen Schwierigkeiten verbunden: Die Einlösung von Rezepten auf die derzeit 28 Medizinalhanfsorten, die alle unterschiedliche medizinische Wirkungen haben, ist in den Apotheken oft nur mit hohem Zeitaufwand mit bundesweiten Anfragen in verschiedenen Apotheken möglich – oder bleibt gänzlich erfolglos.
Stadträtin Lydia Dietrich hat diesem Versorgungsnotstand nun den Kampf angesagt. In einem Antrag fordert sie, die Stadt möge beim zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein Pilotprojekt beantragen mit dem Ziel den rechtlichen Anspruch von chronischen Schmerzpatienten auf Cannabisprodukte zu befriedigen. Dabei soll eine Petition des Hanfverbandes München Berücksichtigung finden (s. Anlage).
Lydia Dietrich: „Die Lieferzeiten betragen bei vielen Cannabis-Medikamenten Monate. Die schon jetzt prekäre Versorgungssituation wird sich voraussichtlich erheblich verschärfen, da eines der beiden Exportländer – Kanada – wegzufallen droht. Zugleich verzögert sich der Medizinalhanfanbau in Deutschland auf das Jahr 2020 oder später. Umso wichtiger ist es jetzt rasch Lösungen zu finden, wie die Versorgung der schwerkranken Patienten gewährleistet und ihr Leiden gemildert werden kann.“

 

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