Verwunderung bei den Grünen: Sozialarbeit nur noch mit Security-Begleitung?

P R E S S E M I T T E I L U N G

Verwunderung herrscht bei den Grünen – rosa liste über die Ankündigung des Sozialreferats, seine Sozialarbeiter aus Notunterkünften abzuziehen, in denen es kein Sicherheitspersonal gibt. Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel kritisierte eine entsprechende Weisung des Sozialreferats als „nicht mit den Grundsätzen und Zielen der städtischen Sozialarbeit vereinbar.“
Gülseren Demirel: „Die Sicherheitsbedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen in der städtischen Sozialarbeit sind natürlich ernst zu nehmen. Die Grundsatzentscheidung des Sozialreferats ignoriert jedoch die Tatsache, dass für die meisten Gespräche in den externen Einrichtungen des Sozialreferats kein Schutz durch Sicherheitspersonal vonnöten ist. In all diesen Fällen wäre die Anwesenheit uniformierter Security eine Belastung. Schließlich geht es in der Sozialarbeit immer auch um die Schaffung einer Vertrauensbasis zu dem jeweiligen Klienten – wenn man ihm signalisiert, dass er als Bedrohung betrachtet wird, ist das natürlich schwierig.
Wenn einzelne Gesprächspartner tatsächlich als potentielle Bedrohung empfunden werden, ist die Hinzuziehung von Kollegen ein probates Mittel. Und wenn dafür zusätzliches Personal eingestellt werden muss, erwarten wir, dass die Leitung des Sozialreferat sich in diesem Sinne an den Stadtrat wendet anstatt mit solchen Schnellschüssen die Grundsätze der Münchner Sozialpolitik in Frage zu stellen.“

 

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