Vögel vor Tod an Glasflächen schützen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Immer wieder kommt es vor, dass Vögel auf die Glasflächen von Gebäuden prallen und sich tödlich verletzen. Schätzungen gehen von vielen Millionen Vögeln aus, die in Deutschland jedes Jahr auf diese Weise zu Tode kommen.
Stadträtin Sabine Krieger hat daher die Initiative ergriffen, um dem millionenfachen Vogeltod einzudämmen. Krieger fordert in einem Antrag, das Thema „Vogeltod an Glasflächen – und wie man ihn vermeiden kann“ in den Gremien und Medien der Münchner Fachwelt im Baubereich bekannt zu machen. Die Stadt soll sich außerdem zu einem kritischen Umgang mit Glas bei Bauvorhaben verpflichten – d.h. bei Wettbewerben artenschutzfachliche Beratung zu organisieren, die Glasverwendung in den Wettbewerbsentwürfen in ihrer Wirkung auf die Vogelwelt beurteilt. Bei kleineren Vorhaben soll die Untere Naturschutzbehörde eine Stellungnahme abgeben, um Konfliktpunkte zwischen dem Artenschutz und den Auswirkungen von Bauvorhaben zu entschärfen.
Sabine Krieger: „Das Problem des massenhaften Vogeltods an Glasfassaden ist eigentlich seit Jahren bekannt, findet aber in der Praxis kaum Beachtung. Im ökologischen Kriterienkatalog der Stadt ist zwar festgeschrieben, dass ‚eingebundene Glaswände und Glasbauteile transluzent ausgeführt oder mit geeigneten, sichtbaren Markierungen zur Sicherung gegen Vogelkollision versehen werden‘. Zudem wird eine fachliche Beratung durch den Landesbund für Vogelschutz empfohlen. Doch die Stadt kann mehr tun: Wir fordern die Beratung auch für Wettbewerbe und Bebauungspläne sowie eine gezielte Informationsarbeit.
Gerade in der Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen an Gebäude sind in letzter Zeit verschiedene win-win-Situationen entstanden. Ein positives Beispiel ist der Neubau der Paulaner-Brauerei in München-Langwied. Hier konnten die Verwendung von Glas und der Vogelschutz zusammengebracht werden und zudem noch die negativen Auswirkungen der Beleuchtung auf die Vögel und Insekten reduziert und optimiert werden.

 

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