Vorschläge zur Förderung von Freier Szene, Pop- und Jugendkultur VIII – Popkultur in ganz München

Antrag

Die Verwaltung überprüft Gemeinbedarfsflächen – insbesondere Standorte für Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Bibliotheken, Stadtteilzentren – ob auch eine popkulturelle Nutzung (z. B. Clubs) auf dem Gelände möglich ist. Diese kann innerhalb der Gebäude liegen oder in Form eines Neubaus neben den Infrastruktureinrichtungen. In Neubaugebieten soll eine popkulturelle Nutzung bei der Planung grundsätzlich berücksichtigt werden.

Begründung:
Der Betreiber des arrivierten Clubs „Harry Klein“, David Süß, warnt davor, dass München in 5 bis 10 Jahren popkulturell tot sein wird, „was eine bestimmte Art von Nachtkultur betrifft. … Also Clubs. Oder Subkultur“ (www-sueddeutsche.de/muenchen/reden-wir-ueber-muenchen-mit-david-suess-in-berlin-sind-sie-da-zehn-schritte-weiter-1.3896631?reduced=true). Auch der Zusammenschluss „Stereo Kultur München (SKM)“ von Popkulturschaffenden konstatiert, dass immer mehr Clubs schließen und immer weniger Proberäume zur Verfügung stehen. Zu einer lebendigen Stadt gehören aber auch für uns neben der Hochkultur, die ja mit viel Geld gefördert wird, die freie Szene und die Pop- und Clubkultur.
München wächst und jede Fläche steht in großer Konkurrenz: Wohnen, Arbeit, Grün, Soziales, aber auch Kultur. In dieser Konkurrenz ziehen freie Szene und auch laute Kultur oft den Kürzeren. Deshalb braucht es neue Konzepte zum Erhalt der kulturellen Vielfalt. Gerade Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Bibliotheken, Stadtteilzentren liegen meist etwas abseits der Wohnbebauung und eignen sich deshalb gut als Standorte für das Nachtleben, aber auch für Probenräume.
Popkultur hat viele Jahre ihren Platz in alten Hallen oder Kasernen außerhalb des Stadtzentrums gehabt. Diese mussten für die notwendige Wohnbebauung aufgelöst werden. Damals konnten sie immer noch an andere Orte umziehen. Dies ist nun leider vorbei. Deshalb müssen diese Orte jetzt eigens geplant und geschaffen werden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen – rosa liste
Initiative:
Sabine Krieger
Dr. Florian Roth
Mitglieder des Stadtrates

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