Wie gefährlich sind Quietschente, Teddybär und Co.?

Wie gefährlich sind Quietschente, Teddybär und Co.?

 

Anfrage

Verbraucherschutzorganisationen und das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) weisen seit längerem auf erhebliche Gesundheitsgefährdungen durch Kinderspielzeug hin. Erst kürzlich erhielten in einer Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test fast die Hälfte der 72 geprüften Produkte schlechte Bewertungen aufgrund hoher Schadstoffbelastungen. Die Stiftung Warentest stufte sogar 80 Prozent ihrer getesteten Produkte als bedenklich ein. Erschreckenderweise befinden sich die Schadstoffkonzentrationen dabei meist im Einklang mit der EU-Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG). Diese ermöglicht es laut BfR, dass gesundheitlich noch unbedenkliche Konzentrationen von Schadstoffen wie Schwermetallen und Weichmachern teilweise um das Hundertfache überschritten werden. Die Folge können Entwicklungsstörungen und Krebserkrankungen bei Kindern sein. Bundestagsabgeordnete aller Parteien fordern deshalb die längst überfällige Novellierung der EU-Richtlinie.

Wir fragen:

1. Gibt es in der Stadtverwaltung eine Anlaufstelle, an die sich Eltern und Kinderbetreuungseinrichtungen bei Fragen zur Gefährdung durch Kinderspielzeug wenden können?

2. Sind Fälle von Beschwerden über gesundheitsgefährdende Produkte an Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen bekannt?

3. Existieren offizielle Vorgaben für den Bezug von gesundheitlich unbedenklichem Spielzeug an städtischen Einrichtungen?

4. Wenn ja: Welche Dienststelle ist hierfür zuständig und wie werden diese Empfehlungen kommuniziert?

Initiative:
Dr. Florian Vogel
Lydia Dietrich
Stadtrat/Stadträtin

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