Wie groß ist die Bedrohung durch schadstoffbelastete Raumluft in städtischen Gebäuden wirklich?

Anfrage

Schadstoffbelastete Raumluft in städtischen Gebäuden ist ein Thema, das bei vielen BürgerInnen Verunsicherung hervorruft. Schadstoffquellen sind dabei unter anderem Holzwerkstoffe, Fugenmassen, Wärmedämmstoffe, Bodenbeläge, Klebstoffe, Farben und Lacke. Sogenannte flüchtige organische Lösungsmittel können über einen längeren Zeitraum in die Raumluft ausdünsten und beispielsweise allergische Reaktionen der Haut, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auslösen.

Ein bekanntes Beispiel ist die Eduard-Spranger-Schule. Innenraumluftmessungen ergaben eine erhöhte Konzentration von PCB, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Obwohl der Wert noch im „Toleranzbereich“ liegt und es laut PCB-Richtlinie mittelfristig ausreicht, die betroffenen Räume verstärkt zu lüften und zu reinigen, herrscht große Besorgnis unter Eltern und Lehrern. Schließlich ist die Gesundheit ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Besonders Kinder, deren Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist, sind anfällig und den Giftstoffen während des Unterrichts stundenlang ausgesetzt.

Um eine unnötige „Panikmache“ unter den BürgerInnen zu verhindern, ist es deshalb wichtig, dass die Landeshauptstadt München umfassend über Schadstoffe aufklärt und bei Neubau und Renovierung von öffentlichen Gebäuden eine Minimierung der Schadstoffbelastung gewährleistet.

 

Deshalb fragen wir:

 

1. Welche Schadstoffe sind relevant und welche Auswirkungen haben sie?

 

2. Wie klärt die Stadt über die Problematik auf?

 

3. Welche Maßnahmen trifft die Stadt, um Giftstoffe zu vermeiden oder zu beseitigen

- bei Bau und Renovierung bzw. Sanierung von städtischen Gebäuden

- bei der Beschaffung von Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen

- und bei der Gebäudereinigung?

 

Initiative:

 

Herbert Danner

Sabine Krieger

Jutta Koller

Oswald Utz

K. Habenschaden

Anna Hanusch

Paul Bickelbacher

Dominik Krause

 

 

Mitglieder des Stadtrats

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