Wohnen statt Unterbringen?

Anfrage:

Wohnen statt Unterbringen?

In den letzten zehn Jahren wurden durch den Münchner Stadtrat viele vorbildliche Maßnahmen in die Wege geleitet, die Wohnungslosigkeit in München abzubauen (Maßnahmen zum Erhalt des Mietverhältnisses, Kommunales Wohnungsbauprogramm, Einrichtungen für psychisch bzw. suchtkranke Menschen etc.). Die Vermittlung in dauerhaftes Wohnen oder in spezifische Wohnformen bzw. Lebensplätze, insbesondere aber die Vermittlung von Haushalten mit Kindern innerhalb von einem, spätestens zwei Jahren, ist nach unseren Informationen mangelhaft bzw. verschlechtert sich zunehmend.

Wir fragen daher:

1.Wie viele “akut” Wohnungslose sind länger als ein Jahr, länger als zwei Jahre, länger als drei Jahre, länger als zehn Jahre und länger als 15 Jahre in Sofortunterbringungseinrichtungen untergebracht (Tabelle)?

2.Wie viele Familien und wie viele Kinder sind dort derzeit insgesamt untergebracht?

3.Wie viele Familien sind länger als ein Jahr, länger als zwei Jahre, länger als drei Jahre untergebracht (Tabelle)?

4.Was sind die Gründe für die ggf. langen Verweildauern und warum sind alleinstehende Wohnungslose jahrelang bzw. Familien länger als ein Jahr in einem Sofortunterbringungssystem, das lediglich in einer akuten Situation und in befristeter Zeit sicheren Schutz vor Witterung (LStVO) gewährleisten soll?

5.Was sind die Wirkungen solcher langen Verweildauern, insbesondere bei Kindern?

Siegfried Benker
Gülseren Demirel
Jutta Koller
Mitglieder des Stadtrates

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