Wohnen und Mobilität IV Gemeinsam parken und dabei Baukosten senken

Antrag

In den großen städtischen Siedlungsgebieten werden die erforderlichen Stellplätze in Gemeinschafts-Tiefgaragen errichtet. Bei der Ermittlung der erforderlichen Stellplätze wird der niedrigere Bedarf im Mietwohnungsbau, bei „autofreiem Wohnen“ sowie bei geförder-ten Wohnungen angesetzt. Ein Betrieb von Tiefgaragen durch die P&R-GmbH wird ge-prüft. Diese Regelung soll nach Möglichkeit auch in SoBoN-Gebieten Anwendung finden.

 

 

Begründung:

In den großen städtischen Siedlungsgebieten entstehen vorwiegend sozial gebundene bzw. preisgedämpfte Wohnungen. Mit dem Bau und Betrieb von Gemeinschaftstief-garagen können im Bau und Betrieb wesentliche Kosten reduziert werden. Auf die sklavische Zuordnung von einzelnen Wohnungen und Tiefgaragenplätzen kann verzichtet werden. Erfahrungen zeigen, dass – je nach Lage – im Mietwohnungsbau auf 20%, im gemeinschaftlichen Wohnungsbau auf bis zu 60% und im sozial geförderten Wohnungs-bau auf 50-70% der Tiefgaragenplätze verzichtet werden kann, insbesondere dann, wenn Mobilitätskonzepte erarbeitet und umgesetzt werden. Viele Menschen haben kein eigenes Auto. Viele schaffen auch ihr eigenes Auto ab, wenn sie entsprechende Mobilitätsan-gebote vor Ort vorfinden und es sich für sie finanziell lohnt. Zudem ist fast immer ein gewisser Prozentsatz der Bewohnerinnen und Bewohner (und deren Autos) abwesend.

Ein Tiefgaragenplatz kostet durchschnittlich ca. 300 € pro m² Wohnraum. Dies ist erheblich mehr als die Zusatzkosten für altersgerechtes, barrierefreies Bauen bzw. für höhere energetische Standards betragen. Anstatt soziale oder energetische Auflagen zu streichen sollte man das sich hier öffnende Sparpotential nutzen.

Um die Zahl der zu bauenden Stellplätze möglichst gering halten zu können, bietet es sich an, einen Teil der Stellplätze mit einer lichten Höhe zu erstellen, die auch für Duplex-Garagen geeignet ist. Bei Bedarf können diese dann mit überschaubarem Aufwand zu Duplex-Garagen umgerüstet werden, wie es bereits innovative gemeinschaftliche Wohnprojekte am Domagkpark praktizieren.

 

Fraktion

Die Grünen – rosa – liste

 

Initiative:

Herbert Danner, Paul Bickelbacher, Sabine Nallinger, Anna Hanusch

 

Mitglieder des Stadtrates

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