Donnerstag, 13. Dezember 2018

Wohnungen bauen und Grün schützen – so geht das: Grüne präsentieren drei Vorschläge für effiziente Flächennutzung

P R E S S E M I T T E I L U N G

An drei Beispielen wollen die Grünen – rosa liste demonstrieren, wie sich aus Flächenverschwendung bei Gewerbegebieten bzw. Verkehrsflächen attraktive urbane Nutzungen entwickeln lassen. Diese Beispiele betreffen den Euro-Industriepark, den Siemens Parkplatz Nord und die Ständlerstraße, beide in Neuperlach. Für diese drei Gebiete haben die Architekturbüros Grassinger Emrich und delaossa Planungsskizzen angefertigt, die an den genannten Orten durch Umstrukturierungen Flächen für Wohnen, Gewerbe und Freizeitnutzungen generieren. Fraktionsvorsitzende Katrin Habenschaden und Stadtrat Herbert Danner legten heute drei Anträge vor, in denen konkrete Vorschläge für die Überplanung dieser Orte gemacht werden.

Im Euro-Industriepark – genau gesagt: auf einer 8 ha großen Teilfläche – beträgt allein die ebenerdige Parkplatzfläche mit 4,2 ha über 50% des überplanten Gebietes – eine Größenordnung, die der Fläche einer üblichen Blockrandbebauung z.B. in Schwabing entspricht.
Katrin Habenschaden: „Hier könnte durch Stapeln mehr Platz für die derzeitigen Nutzungen Gewerbe und Parken entstehen. Bei Anwendung moderner Mobilitätskonzepte könnte außerdem noch Stellplatzfläche in großem Umfang eingespart werden. Dadurch entstünde auf diesem Areal noch Platz für ein Wohnquartier für rund 2.500 EinwohnerInnen und eine vielfältig nutzbare Grünfläche von rund 1 ha. Sogar eine Schule könnte zudem im Gewerbezentrum noch mit integriert werden.“

Der Siemens Parkplatz Nord in Neuperlach ist eine fast vollständig versiegelte Fläche von 4,6 ha – vom ÖPNV bestens erschlossen und viel zu schade für eine reine Parkplatznutzung. Bei einer Verlegung des Parkens unter die Erde könnte hier ein Wohngebiet für rund 1.200 Menschen entstehen, Gewerbe mit 600 Arbeitsplätzen sowie 1.100 Parkplätze. Wünschenswert wären aber auch hier moderne Mobilitätskonzepte und Mobilitäts-Stationen.

Die Ständlerstraße, besonders auch die Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wielandstraße mit einer Größenordnung von 10 ha, bietet ein großes Entwicklungspotential. Ihr Umfeld – ein Relikt aus der autogerechten Stadt der 60er Jahre – hat den großen Vorteil zum größten Teil im Besitz der LH München zu sein, so dass hier Planungen sofort möglich sind.
Herbert Danner: „Durch die teilweise Bebauung bzw. Überbauung der bisherigen Kfz-Schneise Ständlerstraße können neue Wohn- und Erholungsflächen entstehen. Durch Fuß- und Radwege sowie öffentliche Nahverkehrsangebote (2 U-Bahn-Stationen in fußläufiger Entfernung) werden diese Orte für die Bevölkerung gut erreichbar. Durch die Aufhebung des Zerschneidungscharakters würde die Straße neue räumliche Bezüge gewinnen.“

Die Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wielandstraße kann bei einer Hauptnutzung der 10 ha großen Fläche für Wohnen (z.B. 70%) Platz für ca. 1.600 Wohnungen für etwa 4.600 Menschen bieten.

Katrin Habenschaden: „Einen derart verschwenderischen Umgang mit Flächen wie an diesen drei Standorten kann sich München nicht mehr leisten. Es wird allerhöchste Zeit hier umzusteuern und die vielen ungenutzten Flächenpotentiale zu heben. Auf diese Weise wird auch der Nutzungsdruck auf vorhandene Grün- und Erholungsflächen abnehmen. Deren Erhalt ist ebenso wichtig wie der Wohnungsbau.“

Planskizzen zu den drtei genannten Orten >>>hier.

Print Friendly

Nach oben scrollen