Alle Zeichen auf Integration

Die grün-rosa Rathausfraktion fordert eine kulturelle Begegnungsstätte für Sinti und Roma und den Einsatz des Oberbürgermeisters für einen Staatsvertrag auf Landesebene.

„Die Wertschätzung für Sinti und Roma in Deutschland ist auch heute noch sehr sehr gering. Es gibt zwar keinen offenen Rassismus, aber es gibt einen sehr starken „latenten“ Rassismus. Die Vorurteile sind unreflektiert und sitzen tief. Das macht es für uns sehr schwer, in der Mehrheitsgesellschaft unsere Belange durchzusetzen“, so Erich Schneeberger, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes deutscher Sinti und Roma. Es ist noch ein weiter Weg zur faktischen Gleichberechtigung. Eine politische Herausforderung, der die Grünen – rosa liste kommunal und auf Landesebene begegnen wollen.

Sie beantragen eine Begegnungsstätte in München und fordern außerdem, dass sich OB Dieter Reiter beim Ministerpräsidenten für einen Staatsvertrag zwischen Bayern und dem bayerischen Landesverband einsetzt. Denn dann wären nicht nur dieses Projekt, sondern auch alle künftigen Projekte finanziell und rechtlich abgesichert.

„Sinti und Roma sind ein Teil von München und Bayern“, sagt Gülseren Demirel, Fraktionsvorsitzende der Grünen – rosa liste im Münchner Stadtrat. „Es ist höchste Zeit, dass sie hier einen eigenen Raum finden.“

Zur Planung soll ein Expertenteam aus Sinti-und-Roma-Vertretern und Initiatoren des Projekts Romnokher, einem vergleichbaren Kulturhaus in Mannheim, zu einem Runden Tisch zusammenkommen.

„Wir sind sicher, dass wir gemeinsam ein Konzept entwickeln können, das den speziellen Bedürfnissen von Sinti und Roma in unserer Gesellschaft Rechnung trägt. Die Stadt München muss hier ein deutliches Zeichen in Sachen Integration setzen.“

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