Zwei Pilotprojekte zur vollstationären Altenpflege für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Der Stadtrat hat heute auf Initiative der Fraktion Die Grünen – rosa liste die Durchführung von zwei Pilotprojekten zur Öffnung der vollstationären Altenpflege für gleichgeschlechtliche Lebensweisen beschlossen. Die Projekte sind auf drei Jahre angelegt und umfassen Angebotsgestaltung, Schulung der Mitarbeitenden und Öffentlichkeitsarbeit. Damit dieser Auftrag auch erfüllt werde kann, haben Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste dafür gesorgt, dass neben den Sachkosten auch Personalkosten in Höhe von 20.000 € pro Jahr zusätzlich veranschlagt werden. Insgesamt stellt die Landeshauptstadt München somit Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 109.000,-€ für die Umsetzung der Pilotprojekte zur Verfügung.

Lydia Dietrich: „Bislang hat sich die stationäre Altenhilfe in München mit dem Thema „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen“ nicht weiter beschäftigt. Es gibt aber immer mehr offen lebende Lesben, Schwule und Transgender, die in den kommenden Jahren die Angebote dieser Einrichtungen wahrnehmen werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass die Einrichtungen kultursensibel und kompetent mit den Bedarfen, Anliegen und besonderen Lebenssituationen der LGBT-Zielgruppe umgehen können. Es ist der guten Zusammenarbeit von den Grünen mit der rosa liste zu verdanken, dass mit diesen Pilotprojekten sich ein weiterer Bereich der Stadtgesellschaft endlich für LGBT öffnet.“

Thomas Niederbühl: „Die Angebote der Altenhilfe in München müssen auf die LGBT-Community ausgerichtet werden und Diskriminierungsfreiheit gewährleisten können. Daher begrüßen wir sehr, dass die Münchenstift sich für dieses Pilotprojekt engagieren will! Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn noch viele weitere folgen müssen. Außerdem wird in der Community die Frage nach generationenübergreifenden Wohnmöglichkeiten, besonders für den Lebensabschnitt „Alter“ intensiv diskutiert. Dazu gibt es ein paar schöne Beispiele in anderen Städten und wir freuen uns über die grundsätzlich offene Haltung der Stadtverwaltung dazu.“

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