Der 2. S-Bahn-Tunnel – ein Planungs- und Informationsdesaster

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die erneute Verzögerung beim 2. S-Bahn-Tunnel wegen des voraussichtlich notwendigen Baus eines Fluchttunnels ist nach Auffassung der Grünen – rosa liste ein weiterer Beleg für die schludrige Planung dieses Projekts. Nach den Worten von Fraktionschefin Katrin Habenschaden handelt es sich „um ein weitreichendes Planungsversagen, das schlimmste Befürchtungen für die Zukunft dieses Projekts weckt.“

Katrin Habenschaden: „Die Warnungen vor ungenügenden Rettungswegen liegen seit 10 Jahren auf dem Tisch und wurden offenbar ebenso lang ignoriert. Das ist nicht gerade ein Nachweis von Professionalität. Man stellt sich unwillkürlich die Frage, welche Hiobsbotschaften die S-Bahn-Planer noch vor uns verheimlichen. Es wird Zeit, dass die Deutsche Bahn einmal alle Risiken und Unwägbarkeiten auf den Tisch legt, die mit diesem Projekt verbunden sind. Und am besten beauftragt sie damit externe Gutachter, denn was ihre eigene Planer bisher abgeliefert haben, ist einfach ungenügend.“

Stadtrat und Verkehrsplaner Paul Bickelbacher: „Den aufmerksamen Journalisten von tz und Münchner Merkur ist zu danken, dass die Öffentlichkeit überhaupt über diesen erneuten Planungsfehler bei der 2. Stammstrecke informiert wurde. Die Informationspolitik der DB ist ein Desaster. Scheibchenweisen enthüllt sich nun eine Summe an Fehlplanungen und Versäumnissen, unter denen die Fahrgäste der Münchner S-Bahn noch lange leiden werden.
Der zusätzliche Planungszeitraum sollte nun dazu genutzt werden, den Tunnel sorgfältig zu planen und gleichzeitig den Bau des S-Bahn-Nordrings, des S-Bahn-Südrings und der S-Bahn-Außenäste voranzutreiben, deren Realisierung vorgezogen werden sollte, um die Situation für die Fahrgäste schnell zu verbessern. Für die Grünen – rosa liste haben die Ringe deutlich Priorität gegenüber dem zweiten Tunnel.“

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