Acoustic Vehicle Alert System (AVAS) für alle E-Fahrzeuge der LH München – heute und nicht erst morgen

Antrag

Die LH München und die MVG rüsten alle Straßenverkehrsfahrzeuge mit Elektrohybrid- oder reinem Elektroantrieb mit einem akustisches Fahrzeug-Warnsystem (AVAS) nach. Neue Fahrzeuge werden grundsätzlich nur noch mit einem AVAS bestellt.

Begründung:
Durch ihre Rollgeräusche sind Elektrofahrzeuge in fließenden Verkehr akustisch gut wahrnehmbar und unterscheiden sich kaum vom übrigem motorisierten Verkehr. Der wesentliche Unterschied liegt beim geräuschlosen Anfahren. Blinde sind zu ihrer Sicherheit auf die akustischen Signale von Autos angewiesen. Vor allem Blindenverbände hatten sich daher für ein „akustisches Fahrzeug-Warnsystem“ (Acoustic Vehicle Alerting System — AVAS) eingesetzt.
Ab 2021 wird für Straßenverkehrsfahrzeuge mit Elektrohybrid- oder reinem Elektroantrieb der Einbau eines AVAS, das mittels eines Schallzeichens Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer auf die Anwesenheit des Fahrzeugs aufmerksam macht, innerhalb der EU Pflicht.
„Vision Zero“, also das erklärte Ziel von Null Verkehrstoten und Schwerverletzten, ist das Leitkonzept des Münchner Verkehrsmanagements. Akustische Warnsysteme lassen sich gut nachrüsten – aber gerade die Erfahrung mit der schleppenden Nachrüstung von Abbiegeassistenten bei LKW zeigt, dass neue Elektrofahrzeuge schon jetzt mit dem akustischen Warnsignal bestellt und die bereits vorhandenen schnellstmöglich nachgerüstet werden sollten.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Oswald Utz, Katrin Habenschaden, Sebastian Weisenburger , Jutta Koller, Paul Bickelbacher, Anja Berger, Dominik Krause, Angelika Pilz-Strasser.

Mitglieder des Stadtrates

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