Anreize setzen für ökologisch motivierte Gebäudesanierungen

Antrag

Die LH München legt ein neues Förderprogramm für ökologisch motivierte Gebäudesanierungen auf, als Teil des Förderprogramm Energieeinsparung (FES). Entsprechend dem CO2-Bonus für nachwachsende Rohstoffe im FES soll dieses neue Förderprogramm den schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen fördern.

Begründung:
Im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes ist es künftig erforderlich, sorgsamer mit dem 
Gebäudebestand umzugehen. Gebäudesanierung ist umweltschonender als ein Neubau, 
wenn man auch die sogenannte Graue Energie und den Rohstoffverbrauch umfassend berücksichtigt. 

Der Bund Deutscher Architekten hat sich zu diesem Thema am 25.5.19 in seinem selbstkritischen 
Positionspapier „Haus der Erde – Positionen für eine klimagerechte Architektur in Stadt und Land“ 
im Kapitel IIIAchtung des Bestands folgendermaßen positioniert: 
„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität kommt dem Erhalt und dem 
materiellen wie konstruktiven Weiterbauen des Bestehenden zu und nicht dessen leichtfertigem
 Abriss. Das Konzept der 'grauen Energie', die vom Material über den Transport bis zur Konstruktion
 in Bestandsgebäuden steckt, wird ein wichtiger Maßstab  zur energetischen Bewertung sowohl im
 Planungsprozess als auch in den gesetzlichen Regularien. Wir brauchen eine neue Kultur 
des Pflegens und Reparierens.“

In München müssen jedes Jahr zahlreiche kleine und große Gebäude Neubauten weichen. In den 
nächsten Jahren stehen z. B. folgende große Gebäude zur Diskussion: Das Arabella-Hochhaus, 
das Siemens-Hochhaus sowie das Gesundheitshaus an der Dachauer Straße. Es darf keinesfalls aus rein
 kurzfristigen wirtschaftlichen Gründen zu leichtfertigen Abrissen und damit zu einer Vernichtung
 riesiger Mengen „grauer Energie“ kommen. Ein Förderprogramm könnte die 
Investorenentscheidungen in diesem Sinne  beeinflussen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, 
um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Herbert Danner, Anna Hanusch, Katrin Habenschaden, Dr. Florian Roth, Angelika Pilz-Strasser, Sebastian Weisenburger, Paul Bickelbacher

Mitglieder des Stadtrates

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