Bericht des Behindertenbeauftragten: Inklusion bleibt Daueraufgabe

P R E S S E M I T T E I L U N G

Der Tätigkeitsbericht des ehrenamtlichen städtischen Behindertenbeauftragten Oswald Utz enthält nach Auffassung von Stadträtin Anja Berger ein „bemerkenswertes Pensum  verschiedenster Tätigkeiten und Leistungen“, aber auch „eine Reihe von offen zutage liegenden Defiziten.“
Berger dankte Utz für das große Engagement, mit dem er seine Aufgabe erfülle: „Der Tätigkeitsbericht von Oswald Utz enthält ein großes und wachsendes Spektrum verschiedenster Beratungsleistungen. All diese Bedürfnisse zu erfüllen erfordert hohen Einsatz, der nur mit einer tüchtigen Portion Idealismus erbracht werden kann. Nicht umsonst genießt Oswald Utz bei seinen Klientinnen und Klienten einen hervorragenden Ruf – die Wege zu ihm sind kurz und unkompliziert. Ein schöner Erfolg ist, dass der sanierte Gasteig endlich inklusiv eingerichtet sein wird, so dass Mobilitätseingeschränkte nicht mehr auf Begleitpersonen angewiesen sind.“
Berger appellierte an ihre Stadtratskollegen, vor allem die in dem Bericht aufgeführten Defizite bei der Inklusion ernst zu nehmen und diese Probleme rasch einer Lösung zuzuführen. Anja Berger: „Einige der aufgeführten Inklusionsdefizite sind längstens bekannt – so etwa die Nachrüstung der U-Bahnstationen mit gelben Rampen, bei der trotz eines Stadtratsbeschlusses vor über einem Jahr nichts vorangegangen ist, oder die fehlenden Kurzzeitwohnplätze für Kinder mit Behinderungen. Ein gravierendes Problem ist auch, dass nur eine von neun Schulen mit kooperativer Ganztagsbildung inklusiv ausgerichtet ist. Hier muss dringend nachgebessert werden, um Kinder mit Förderbedarf nicht zu benachteiligen.“

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