Busspuren kommen nur im Schneckentempo

P R E S S E M I T T E I L U N G

Fraktionschefin Katrin Habenschaden hat das schleppende Tempo kritisiert, mit dem das Planungsreferat die Einrichtung von Busspuren bearbeitet. In einer Beschlussvorlage für den Planungsausschuss am morgigen Mittwoch, den 9.10.2019 werden lediglich 14 neue Busspuren vorgeschlagen – obwohl die MVG bereits vor zwei Jahren einen Vorschlag für mehr als 50 Spuren vorgelegt hat.
Katrin Habenschaden: „Seit zwei Jahren diskutiert der Stadtrat über die Einrichtung weiterer Busspuren – passiert ist bisher so gut wie nichts. Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass der Stadtrat die Prüfung der MVG-Vorschläge bis Ende 2020 beauftragt hat – und über lediglich 14 dieser Spuren wird nun beraten. In diesem Tempo kann es nicht weitergehen, wenn der Öffentliche Verkehr in München nicht kollabieren soll. Die Verbesserung des Busverkehrs ist das einzige Instrument, das kurzfristig gegen die Überlastung des ÖPNV eingesetzt werden kann, denn neue Schienenstrecken – unter oder oberirdisch – haben einen langen Planungsvorlauf.“
Stadtrat Paul Bickelbacher: „München wächst und die Verkehrswende ist das erklärte Ziel. Wenn wir möglichst viele Autofahrten durch alternative Verkehrsmittel ersetzen wollen, ist eine Ausweitung und Verbesserung des Busverkehrs unabdingbar.
Zudem hatten wir beantragt, dass ein Überholen der Busse an der Haltestelle in der Regel unterbunden wird, damit der Bus nach dem Halt freie Fahrt hat. Diese einfache Maßnahme ist ein Schritt in Richtung mehr Zuverlässigkeit und zügigerem Vorankommen mit weniger Behinderungen durch den Kfz-Verkehr. Die Vorlage bleibt hier leider völlig unklar.“

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