Einen Kita-Platz in München finden: Grünen – rosa liste fordern Auskunft über aktuelle Situation

In einem Antrag zur dringlichen Behandlung im Feriensenat am 21. August 2019 hat die Fraktion Die Grünen – rosa liste das Referat für Bildung und Sport aufgefordert Auskunft zu geben, wie es um die Vergabe der Kita-Plätze und schulischen Nachmittagsbetreuung in München zum kommenden September hin derzeit bestellt ist. Abgefragt werden soll unter anderem, wieviel der im kitafinder angemeldeten Familien noch keinen Betreuungsplatz für ihr Kind gefunden haben, sowie was die Stadt unternimmt, um diesen Kindern einen Platz anzubieten und Eltern zu unterstützen, die aufgrund eines fehlenden Platzes von Arbeitsplatzverlust bedroht sind. Außerdem fordert die Fraktion schnellstmögliche Auskunft über die Auslastung der Elternberatungsstelle. Schließlich sollen Möglichkeiten gefunden werden, das Vergabeverfahren transparenter und familienfreundlicher zu gestalten.
 
„Uns erreichen derzeit ständig Nachrichten von verzweifelten Eltern, die noch immer keinen Kitaplatz für ihr Kind erhalten haben. Viele dieser Eltern haben Angst, dass sie im September ihre Berufstätigkeit nicht wieder aufnehmen können oder aus Ihrem Job aussteigen müssen. Viele Münchner Familien sind auf zwei Einkommen angewiesen, da kann eine solche Situation Existenz bedrohend werden“, sagt Fraktionsvorsitzende Katrin Habenschaden, auf deren Initiative hin der Antrag entstanden ist. Diese Problematik betreffe nicht nur Familien mit Kleinkindern, so Habenschaden weiter: „Auch Familien, deren Kinder im Herbst vom Kindergarten in die Schule wechseln und ab September plötzlich mittags vor der Haustüre stehen, haben plötzlich ein Betreuungsproblem. Hinzukommt, dass durch das aktuelle Vergabesystem via kitafinder nur noch Zusagen, aber keine Absagen erteilt werden. Das verunsichert viele Eltern, die dringend Planungssicherheit für die nächsten Monate bräuchten. Wir müssen deshalb dringend Wege finden, wie wir das Verfahren transparenter gestalten können. Eltern müssen von der Stadt erfahren, woran sie in Sachen Kinderbetreuung sind und weshalb so entscheiden wird, wie entschieden wurde.“
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