Erhöhung der Münchenzulage auch für die nächsthöheren Einkommensgruppen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die von der SPD-Fraktion initiierte Verdoppelung der Münchenzulage für städtische Angestellte der unteren und mittleren Gehaltsgruppen droht eine merkwürdige Verzerrung des städtischen Tarifgefüges zu bewirken.
Stadträtin Jutta Koller wies darauf hin, dass Angestellte der Stadt, die sich erfolgreich auf höhere Stellen bewerben und dadurch eine höhere Gehaltsgruppe erreichen, bereits jetzt vor dem Problem stünden, dass sie durch den Wegfall der Münchenzulage nicht mehr verdienen als zuvor. Dieses Problem würde sich durch die Verdoppelung der Münchenzulage natürlich noch verstärken: Höhere Entgeltgruppen, vor allem im Sozial- und Erziehungsbereich, würden potenziell weniger verdienen als die unteren.
Die Grünen – rosa liste fordern daher in einem Antrag die Verdoppelung so zu gestalten, dass auch städtische Bedienstete mit etwas höherem Einkommen durch eine entsprechende anteilige Erhöhung davon profitieren, damit ein angemessener Lohnabstand zwischen den einzelnen Entgeltgruppen sichtbar bleibt.

Jutta Koller: „Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht. So richtig die Verdoppelung der Münchenzulage für ArbeitnehmerInnen der unteren und mittleren Vergütungsgruppen ist – sie darf nicht dazu führen, dass mehr Verantwortung mit weniger Gehalt bestraft wird. Denn eine Eingruppierung in höhere Einkommensstufen geht im Regelfall mit mehr Verantwortung und komplexeren Aufgabenstellungen einher. Außerdem ist es angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in München durchaus angebracht, auch ArbeitnehmerInnen, die mit ihrem Einkommen knapp über einer mittleren Einkommensgruppe liegen, von einer Erhöhung der Münchenzulage profitieren zu lassen.“

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