Gärtnern in München III – Hochbeete im Öffentlichen Raum und als Zwischennutzung

Antrag:

Die LHM München passt ihre Satzungen für Sondernutzungen im Öffentlichen Raum an, so dass an geeigneten Orten die Aufstellung und Betreuung von Hochbeeten auf versiegelten Flächen wie breiten Gehwegen oder auch auf Stellplätzen ermöglicht wird.
Die Nutzung mit Hochbeeten wird auch für städtische Flächen, z.B. Vorratsflächen und Kleinstgrundstücke als Zwischennutzung mit einfachem Vergabeverfahren ermöglicht.

 

Begründung:
Auch in München haben sich in den letzten Jahren bereits deutliche Auswirkungen der Klimaveränderungen gezeigt, insbesondere in den Sommermonaten. Pflanzen und Grünflächen wirken sich positiv auf das Stadtklima aus – auch und gerade in hoch versiegelten Bereichen sind weitere Pflanzungen daher eine wichtige Aufgabe. Eine komplette Entsiegelung ist jedoch aufwendig und an vielen Stellen in der Stadt – z.B. aufgrund der Sparten im Boden – nicht möglich. Hier sollten daher kreative und schnell umsetzbare Lösungen gefördert werden.
Neben der klimatischen Vorteile ist es auch eine soziale Bereicherung Menschen die Möglichkeit zu geben gemeinsam ein Beet zu betreuen. Es gibt die bereits immer beliebtere Möglichkeit Restgrünflächen oder Abstandsgrün im Rahmen das Grünpatenprogramms von Green City e.V. in Zusammenarbeit mit dem Baureferat der LH München eigenständig zu bepflanzen und zu pflegen.
Diese Möglichkeit soll um die Variante der Aufstellung von Hochbeeten im Öffentlichen Raum erweitert werden. Es gibt bereits Initiativen oder Firmen, die diese Möglichkeit bei Bezirksausschüssen angefragt haben. Die Hochbeete können in Ergänzung zu den Parklets eine temporäre oder auch längerfristige Belebung und Begrünung des Öffentlichen Raums bewirken. Das Kreisverwaltungsreferat soll hier eine möglichst unbürokratische Genehmigung ermöglichen. Das Grünpatenprogramm könnte diese Möglichkeit dann auch mit bewerben.
Die gleiche Möglichkeiten bieten sich auch bei städtischen Grundstücken an, die als Vorratsgrundstücke augenblicklich noch nicht bebaut werden, insbesondere die Kleinstgrundstücke die gerade im Kommunalreferat erfasst und überprüft werden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Anna Hanusch, Katrin Habenschaden, Herbert Danner, Paul Bickelbacher, Sabine Krieger, Dominik Krause, Sabine Nallinger

Mitglieder des Stadtrates

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