Genossenschaftsidee fördern I Genossenschaftlichen Wohnungsbau weiter stärken

Antrag

Die Stadtverwaltung wird gebeten, dem Stadtrat in einer eigenen Beschlussvorlage darzustellen, in welcher Form die Münchner Wohnungsgenossenschaften derzeit durch die Landeshauptstadt München unterstützt werden.
Dies gilt für Ausweisungen von geeigneten Flächen für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Berücksichtigung bei Ausschreibungen, Beratungsangebote für Genossenschaften und spezifische Fördermodelle zum Beispiel innerhalb des München Modells.
Die Stadtratsvorlage soll zeitnah erfolgen, um die Wirksamkeit der derzeitigen Förderinstrumente überprüfen zu können so dass gegebenenfalls bei der Erarbeitung zu „Wohnen in München V“ gezielt reagiert werden kann.

Begründung
Wohnungsgenossenschaften haben sich in der Praxis als dritter Weg zwischen Wohneigentum und Miete bewährt. Sie nutzen privates Kapital für gemeinwirtschaftliche Projekte. Dabei wollen sie nicht die höchstmögliche Rendite erzielen, sondern Wohnraum Kosten deckend bereitstellen.
Das Selbstverständnis der Wohnungsgenossenschaften mit den Grundsätzen der Identität, der Selbstverwaltung, der Selbstverantwortung und der Selbsthilfe aktiviert das bürgerschaftliche Engagement und trägt zu einer Stabilisierung der Wohnquartiere und zum Erhalt des sozialen Friedens bei.
Wohnungsgenossenschaften bieten darüber hinaus auch ein erhebliches Potential bei der privaten Altersvorsorge. Münchner Beispiele zeigen, dass Wohnungsgenossenschaften im besonderem Maße in der Lage sind, ein altersspezifisches Wohnungsangebot, wohnbegleitende Serviceangebote und Nachbarschaftsangebot zu erbringen.
Die Stadt München unterstützt die Bautätigkeit der Münchner Wohnungsgenossenschaften in vielfältiger Weise. Dies Unterstützungsangebote sind darzulegen und deren Wirksamkeit
darzustellen.

Sabine Krieger

Boris Schwartz

Paul Bickelbacher

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