Gleichstellungspolitik stärken 2: Genderkompetent planen

(Antrag) Im Planungsreferat werden personelle Ressourcen für die aktive Realisierung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in allen Prozessen von Stadtplanung, Verkehr, Wohnen und Grünordnung eingerichtet.

 

Begründung

 

Die Landeshauptstadt München rühmt sich einer progressiven Gleichstellungs- und Genderpolitik und ist in vielen Bereichen tatsächlich gut aufgestellt. Neben aktiver Gleichstellungsförderung in der eigenen Personalpolitik und Genderbudgeting ist Gender Mainstreaming ein weiteres wichtiges Element, das in vielen Bereichen von Politik und Verwaltung Anwendung findet, v.a. auch im Planungsbereich. Hier werden wesentliche Entscheidungen getroffen, die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich zu spüren bzw. zu erleben bekommen. Gerade in diesem Bereich ist also eine ausgeprägte Genderkompetenz gefragt – wie die Stadt Wien es vorbildlich vormacht. Die dortige Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung hat z.B. im Bezirk Mariahilf ein Gender-Mainstreaming-Pilotprojekt gestartet. Hier werden Verkehrs- und Alltagsverhalten von Männern und Frauen untersucht und den spezifischen Bedürfnissen Rechnung getragen. Derzeit gibt es im Münchner Planungsreferat keine Stelle, die sich mit solchen Grundsatzfragen befasst und diese Kompetenz an den entsprechenden Stellen einbringt. Gender Mainstreaming sollte als Querschnittsthema stets und überall mitgedacht werden. Um das entsprechende Bewusstsein und Knowhow zu entwickeln, braucht es jedoch eine konkrete Anlaufstelle, die Impulse geben und Visionen entwickeln kann. Genau das braucht es im Münchner Planungsreferat.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Lydia Dietrich

Gülseren Demirel

Jutta Koller

Katrin Habenschaden

Mitglieder des Stadtrates

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