Haus für Kinder „Frieden Christi“ im Olympischen Dorf vor der Schließung bewahren

Antrag zur dringlichen Behandlung im nächsten Bildungsausschuss am 02.05.2019

Das Referat für Bildung und Sport wird aufgefordert,

1. Dem Bildungsausschuss die aktuelle Situation des vom Erzbischöflichen Ordinariats München betriebenen Hauses für Kinder „Frieden Christi“in der Straßbergerstraße 7 darzustellen.

2. Alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, welche zu einem Weiterbetrieb der Krippe im Haus für Kinder führen.

Begründung:
In einem Hilfegesuch wandten sich mehrere Eltern, deren Kinder die o.g. Einrichtung besuchen, an unsere Fraktion. Der Träger der Einrichtung, das Erzbischöfliche Ordinariat München, habe den Eltern Anfang April per Schreiben mitgeteilt, dass die Krippe im Haus für Kinder geschlossen werden müsse. Grund für die Schließung sei Personalmangel und die aussichtslose Situation der Personalgewinnung. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über die Schließung der Einrichtung und die daraus resultierenden Probleme für die Familien. Für die Eltern stellt diese Situation eine Katastrophe dar, da in dem räumlich sehr eng begrenzten Gebiet des Olympischen Dorfes nur zwei weitere Einrichtungen bestehen, die entweder sehr klein sind (Eltern-Kind-Initiative Olytolli – 13 Plätze, komplett belegt) oder nicht für jeden zugänglich (Kinderkrippe Olydorfspatzen des Studentenwerks – 24 Plätze, ausschließlich für Studierende mit Kindern oder Hochschulmitarbeiter*innen). Im weiteren räumlichen Umfeld findet sich das städtische Haus für Kinder am Oberwiesenfeld 35, welches Platz für 36 Krippenkinder bietet (im Kitafinder als komplett belegt angezeigt).
Für die insgesamt ca. 6.000 Bewohner*innen des Olympischen Dorfes ist die drohende Schließung der Krippe im Haus für Kinder „Frieden Christi“ somit ein herber Schlag. Die derzeit verfügbaren Plätze sind bisher schon zu wenige – wenn nun mit einem Schlag ein Teil der Plätze wegfällt, verstärkt dies die Not der Familien. Da in diesem Gebiet sehr viele v. a. junge Familien leben und das Gebiet räumlich abgrenzt ist durch Landshuter Allee und Olympiapark im Westen, Mittlerer Ring und Olympiapark im Süden, Lerchenauer Str. und BMW im Osten und Moosacher Str im Norden braucht es innerhalb des abgegrenzten Gebiets genügend Betreuungsplätze v. a. für die Allerkleinsten. Hier muss die alte Regel „Kurze Beine – Kurze Wege“gelten. Daher sollte die Stadt alles unternehmen um den Träger, das Erzbischöfliche Ordinariat München, so zu unterstützen dass die Krippe weiterbetrieben werden kann.

Begründung für die Dringlichkeit: Die Dringlichkeit ergibt sich aus der jüngsten Ankündigung des Trägers gegenüber den Eltern und der heutigen Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Katrin Habenschaden
Anja Berger
Sabine Krieger
Jutta Koller
Oswald Utz
Sebastian Weisenburger

Mitglieder des Stadtrats

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